„Think Big“ auf Sat 1: Vivien Sczesny (19) aus Isselhorst ist am Freitag im TV zu sehen Von der Schulbank in die Hauptrollen

Gütersloh (WB). Als eingebildete Zicke, freche Göre oder handzahme Teenie-Tochter ist sie derzeit schwer angesagt an deutschen Film-Sets, doch mittlerweile ändert sich auch dieses Rollenprofil: Die 19-jährige Vivien Sczesny aus Isselhorst blickt bereits auf mehr als 20 Auftritte in tragenden Kino- und Fernsehrollen zurück.

Von Carsten Borgmeier
Gerade einmal 19 Jahre jung – und schon mehr als 20 Mal in Fernseh- und Kinorollen aufgetreten: Vivien Sczesny aus Gütersloh-Isselhorst ist aber nicht nur als Schauspielerin in der Erfolgsspur. Sie hat kürzlich erst ihr Abitur bestanden und studiert.
Gerade einmal 19 Jahre jung – und schon mehr als 20 Mal in Fernseh- und Kinorollen aufgetreten: Vivien Sczesny aus Gütersloh-Isselhorst ist aber nicht nur als Schauspielerin in der Erfolgsspur. Sie hat kürzlich erst ihr Abitur bestanden und studiert. Foto: Carsten Borgmeier

Wer das nicht glaubt, sollte sich am Freitag, 7. Februar, um 20.15 Uhr die neue Serie von „Think Big“ auf Sat 1 nicht entgehen lassen. In dieser 2018/2019 abgedrehten Serie spielt Sczesny ein 15-jähriges, Auto aufbrechendes Mädchen namens Tiffany aus dem Kölner Problemviertel Chorweiler. Zudem gibt sie für diesen Sender in einer Verfilmung von Linus Geschkes Jan-Römer-Krimi „Das Lied der toten Mädchen” die konservative, handzahme Rebecca Kaiser.

„Ich muss darauf achten, dass ich nicht zu schnell auf bestimmte Rollen festgelegt werde“, sagt sie zu ihrer zwar erst kurzen, aber schon beeindruckenden Schauspielkarriere. „Ich kann mich glücklich schätzen, dass mein Typ zur Zeit gefragt ist“, so die junge Frau mit einem selbstbewussten Lächeln.

Musical-Auftritte im evangelischen Kinderchor Isselhorst

Von null auf 100 – und die Mitschüler bekamen kaum etwas von ihrem ungewöhnlichen „Nebenjob“ mit: „Ich habe das nicht groß herumerzählt“, berichtet die 19-Jährige ganz bescheiden von ihrem Mitwirken bei TV- und Kino-Produktionen an der Seite von preisgekrönten Schauspielerinnen wie Ursela Monn (69, „Ein Mann will nach oben“) oder Kult-Komikerin Caroline Kebekus (39, „Pussyterror TV“).

Schon mit fünf Jahren sei ihr klar gewesen, dass sie später Schauspielerin werden möchte. Mit ihren Eltern habe sie von Anfang an treue Unterstützer dieses Wunsches an ihrer Seite gehabt, berichtet Vivien Sczesny bei ihrem Besuch in der WESTFALEN-BLATT-Redaktion. Was damals mit ersten Musical-Auftritten im evangelischen Kinderchor Isselhorst begann, mündete schließlich mit 15, 16 in Auftritten bei diversen Castings.

Gleich bei einer dieser Veranstaltungen in der Region war die Isselhorsterin „entdeckt“ worden, seither ist sie bei der Kölner Agentur Neidig unter Vertrag.

Auftritte in der ARD-Klinikserie „In aller Freundschaft”

In der Komödie „Schatz, nimm du sie” leistete sie sich 2016 in einer ihrer ersten Szenen einen Schlagabtausch mit Hauptdarstellerin Kebekus. Und in der ARD-Serie „In aller Freundschaft” ist Sczesny ebenfalls eine feste Größe: Als aufmüpfige Tochter der neuen Liebe von Klinikleiter Dr. Heilmann (Thomas Rühmann) macht die Isselhorsterin dort jeden Dienstag richtig Krawall.

Das Leben am Film-Set gefiel ihr auf Anhieb: „Bei den Serien sind 16 Drehtage am Stück keine Seltenheit“, berichtet sie. „Das gesamte Produktionsteam wächst dabei quasi zu einer großen Familie zusammen.“ Wegen ihrer Engagements pendelt die 19-Jährige zwischen Gütersloh, Köln, Berlin und Leipzig.

Schauspiel hat sie dabei gar nicht gelernt, will sie auch gar nicht. Vivien Sczesny studiert lieber Politik und Geschichte, baut sie dadurch noch ein weiteres Standbein auf, sollte es mit der Schauspielerei irgendwann nicht mehr laufen.

Sie bewundert Arnold Schwarzeneggers Ehrgeiz

Welche Rollen-Angebote ihr vorliegen, dazu muss sich die 19-Jährige aus vertraglichen Gründen bedeckt halten. Doch: 2019, als sie am Evangelisch Stiftischen Gymnasium (ESG) fürs Abitur lernen musste und für Dreharbeiten nicht beurlaubt werden konnte, habe sie ganz schön ausgebremst, berichtet die Isselhorsterin.

Wer hat sie schauspielerisch beeinflusst ? Die Antwort verblüfft, zumindest in einem Fall: Leonardo DiCaprio (45/„Titanic“) und Arnold Schwarzenegger (72/„Terminator“). Letzterer habe bewiesen, wie weit man komme, wenn man ehrgeizig sei, so die Nachwuchs-Schauspielerin.

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