Gütersloh: Brüggershemke + Reinkemeier-Inhabern drohen bis zu drei Jahren Haft Schaden liegt bei 17 Millionen Euro

Gütersloh (WB). Die Staatsanwaltschaft Bielefeld beziffert den durch Bilanzfälschung bei der Brüggershemke + Reinkemeier KG entstandenen Schaden auf 17 Millionen Euro. Den Gesellschaftern drohen damit dem Handelsrecht zufolge bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe. Das Unternehmen ist vor vier Jahren in die Insolvenz geraten.

Von Stephan Rechlin
Für die Verkehrserschließung des Burger King-Restaurants auf dem Areal von Brüggershemke + Reinkemeier ist eine Lösung gefunden worden. Auf deren Basis soll noch einmal über die Ansiedlung der Restaurantkette „L’Osteria“ gesprochen werden.
Für die Verkehrserschließung des Burger King-Restaurants auf dem Areal von Brüggershemke + Reinkemeier ist eine Lösung gefunden worden. Auf deren Basis soll noch einmal über die Ansiedlung der Restaurantkette „L’Osteria“ gesprochen werden. Foto: Meike Oblau

Bei der Bilanzfälschung handelt es sich um eine willkürliche Erhöhung oder Herabsetzung einzelner Bilanzposten im Sinne falscher Wertansätze. Strafbarkeit liegt vor, wenn es sich um nicht mehr vertretbare Bewertungen handelt, die Unrichtigkeit zweifelsfrei besteht und die Darstellung unvertretbar ist. Beispiele sind demzufolge der Ausweis dubioser Außenstände, das Einstellen fiktiver Beträge, die Voraktivierung künftiger Kaufpreisforderungen vor Übereignung der ebenfalls aktivierten Waren, das Weglassen einzelner Bilanzposten, willkürliche Über- und Unterbewertungen.

DHL drängt auf Baubeginn

Unabhängig von dem bevorstehenden Gerichtsverfahren schreiten die Entwicklungsarbeiten auf dem fünf Hektar großen Areal an der Berliner Straße 226 voran. Die Deutsche Post-Tochter DHL International GmbH drängt auf Fertigstellung des neuen Paketverteilzentrums, teilt Rick Mädel vom neuen Grundstücksinhaber Hagedorn Revital GmbH mit. Der inzwischen bewilligten Bauvoranfrage soll in Kürze der Bauantrag folgen: „Anschließend starten wir umgehend mit den Bauarbeiten.“

Die erforderlichen Dienstbarkeiten und Wegerechte zur Verkehrserschließung des neuen Burger King-Restaurants seien mit Nachbarn ausgehandelt worden und würden in Kürze notariell beglaubigt. Auf Basis der in enger Abstimmung mit der Stadt ausgehandelten Verkehrslösung wird Rick Mädel noch einmal versuchen, mit dem Planungsausschuss über eine Ansiedlung der Pizzeria-Kette „L’Osteria“ zu sprechen. Zum Schutz der Innenstadt-Gastronomie lehnt der Ausschuss die Ansiedlung bisher ab. Rick Mädel: „Dann wird L’Osteria gemeinsam mit einem Lokal der Kette ‚Hans im Glück‘ in eine andere Stadt kurz vor Gütersloh ziehen. Die Innenstadt wäre dann wieder ungeschützt und Gütersloh hätte einen attraktiven Magneten verloren, der sicher auch der City nutzen würde.“

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