Kreis Gütersloh: 2670 unterversorgte Haushalte sollen Glasfaseranschlüsse bekommen
Freie Bahn für die Daten

Gütersloh (WB). Mit Highspeed im Netz surfen? Wer in eher ländlichen Gebieten lebt, wird schnell ausgebremst. Lange Ladezeiten und dann heißt es plötzlich dennoch: „Die Seite kann nicht geöffnet werden.“ Damit alle Bürgerinnen und Bürger freie Bahn auf dem Data-Highway haben, hat der Kreis Gütersloh gemeinsam mit acht Kommunen eine Kooperationsvereinbarung zur Durchführung von Förderverfahren im Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau geschlossen.

Freitag, 10.01.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 07:34 Uhr
Haben eine Kooperationsvereinbarung zur Förderung des Breitbandausbaus geschlossen: Landrat Sven-Georg Adenauer mit (von links) Bürgermeisterin Marion Weike (Werther), Breitbandkoordinator Jan Christoph Dübner (Kreis Gütersloh), Bürgermeister Klaus Besser (Steinhagen), Bürgermeister Theo Mettenborg (Rheda-Wiedenbrück), Carsten Wehmöller (allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters Versmold), Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (Schloß Holte-Stukenbrock), Dezernent Frank Scheffer (Kreis Gütersloh) und Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (Harsewinkel).

In den Kommunen Borgholzhausen, Harsewinkel, Langenberg, Rheda-Wiedenbrück, Schloß Holte-Stukenbrock, Steinhagen, Versmold und Werther bestehen noch immer Versorgungslücken. Dort sollen nun 2670 unterversorgte Adressen eine Ausbauperspektive in Form von direkten Glasfaseranschlüssen geboten werden. Unterversorgt im Sinne der Förderrichtlinie bedeutet eine Versorgung von weniger als 30 Mbit/s.

Der Kreis beantragt im Auftrag der Kommunen die Fördermittel

Der Kreis Gütersloh beantragt im Auftrag der Kommunen die Fördermittel in Höhe von 60,4 Millionen Euro und wickelt die Maßnahme in den kommenden sieben Jahren ab. Bei erfolgreicher Förderantragsstellung werden 50 Prozent der Mittel durch den Bund (30,2 Millionen Euro) und 40 Prozent der Mittel durch das Land NRW (24,2 Millionen Euro) bereitgestellt, während die Kommunen einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent (sechs Millionen Euro) tragen.

Die für den Förderantrag notwendigen Vorbereitungen wie die Durchführung eines Markterkundungsverfahrens, die Analyse dieser Daten, die Ausweisung von förderfähigen Gebieten sowie die Einholung der erforderlichen politischen Beschlüsse wurden im vergangenen Jahr in enger Abstimmung mit den acht Kommunen und dem Strategieberatungsunternehmen MICUS aus der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf durchgeführt.

Breitbandausbau startet vermutlich im Frühjahr 2021

Sobald alle Verfahrensschritte abgeschlossen sind und der Kreis die Förderbescheide vom Bund sowie vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW) erhalten hat, kann der eigentliche Breitbandausbau beginnen. Dieser startet vermutlich im Frühjahr 2021.

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