Gütersloh: Auf 22 öffentlichen Dächern sind bisher Photovoltaik-Anlagen installiert
Stadt zählt ihre Kilowattstunden

Gütersloh (WB). Das Dach des großen Rathauses I ist für Photovoltaik-Anlagen ungeeignet. Zum einen sind keine Flächen frei, zum anderen werfen Aufbauten ertragsmindernde Schatten. Doch auf dem Dach des Rathauses II könnten durchaus Module installiert werden, sobald die Sanierung abgeschlossen ist.

Dienstag, 07.01.2020, 11:15 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 14:08 Uhr
Auf neun öffentlichen Dächern sollen in diesem Jahr Photovoltaikanlagen installiert werden. Foto: dpa

Auf Antrag der Bund-Kreisgruppe Gütersloh listet die Stadt auf, auf welchen Dächern ihrer Schulen, Feuerwehrgerätehäuser, Mietshäuser und öffentlichen Gebäude wie Stadthalle, Theater, Volkshochschule und Tierheim bereits eigene oder vermietete Photovoltaik-Anlagen installiert sind, wo noch welche installiert werden könnten und welche Dächer ungeeignet dafür sind. Noch seien nicht sämtliche Gebäude untersucht worden, teilt Stadtbaurätin Nina Herrling dem Immobilienausschuss mit, doch aus verfügbaren Daten sei erkennbar, dass 22 Anlagen derzeit auf eine Spitzenleistung von 643 Kilowatt Peak (kWp) kommen würden. Eine Maßeinheit, die in der Vorlage nicht näher erläutert wird.

Kalkulation mit Faustformel

Ein Kilowatt Peak gibt die rechnerische Spitzenleistung eines Photovoltaik-Moduls wider ungeachtet der tatsächlichen Sonnen- und Wetterverhältnisse. Einer Faustformel zufolge kann ein Kilowatt Peak 1000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen, die dann auf die jeweilige Quadratmeterzahl eines Daches umzurechnen wären. Allerdings hängt die tatsächliche Leistung von vielen weiteren Faktoren ab, darunter die Ausrichtung, Neigung und der Standort des Daches sowie von den Eigenschaften des jeweiligen Moduls.

Rein theoretisch werden auf den öffentlichen Dächern also 643.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt, davon 327.000 Kilowattstunden durch elf städtische und 316.000 Kilowattstunden durch private Anlagen auf städtischen Gebäuden – zum Beispiel auf der Stadthalle.

Im vergangenen Jahr seien darüber hinaus vier weitere Anlagen in Betrieb genommen worden – auf der neuen Feuerwehr-Hauptwache, dem Kindergarten Tobiasweg, dem Betriebshof am Westring und der Kapellenschule. Sie steuerten weitere 120 kWp, also theoretische 120.000 Kilowattstunden bei. In diesem Jahr sollen für 220.000 Euro weitere neun Anlagen installiert werden, unter anderem auf dem Dach der dritten Gesamtschule und auf dem Rathaus II. In welche Netze die Stadt den selbst produzierten Strom speisen darf, stehe noch nicht fest. Am wirtschaftlich ungünstigsten sei die Einspeisung ins Netz der Stadtwerke.

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