Modell- und Eisenbahnclub hat Teilstrecke maßstabsgetreu gebaut Schaufahren in Mini-Bergwelt

Gütersloh (WB). „Glacier on Tour!“ – Dieser Schriftzug steht auf einer Elektrolok der weltbekannten Rhätischen Bahn. Mit diesen Worten kündigen die Mitglieder des Modell- und Eisenbahnclubs Gütersloh auch das Schaufahren in der Schweizer Miniatur-Bergwelt an. Im Dachgeschoss der früheren Eichendorffschule in Gütersloh haben sie eine Teilstrecke der Albulabahn, einer Schmalspurbahn, maßstabsgetreu aufgebaut – vom Landwasserviadukt bis Samedan im Oberengadin.

Von Marie Berg
Die Schweizer Bergwelt mit der weltbekannten Albulabahn in Miniatur haben (von links) Eberhard Scholz, Gerd Frese, Harald Rehm, Friedel Gerdtoberens vom Modell- und Eisenbahnclub Gütersloh maßstabsgetreu nachgebaut.
Die Schweizer Bergwelt mit der weltbekannten Albulabahn in Miniatur haben (von links) Eberhard Scholz, Gerd Frese, Harald Rehm, Friedel Gerdtoberens vom Modell- und Eisenbahnclub Gütersloh maßstabsgetreu nachgebaut. Foto: Marie Berg

Am Samstag, 11., und Sonntag, 12. Januar, öffnen sie die in der Region einmalige Anlage für interessierte Besucher, samstags in der Zeit von 13 bis 17 Uhr, sonntags von 10 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen 2,50 Euro Eintritt, Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren einen Euro. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Modellbahnfreunde präsentieren Zugverkehr aus verschiedenen Epochen

Das Original der legendären Rhätischen Bahn fährt seit 1889 im Schweizer Kanton Graubünden. Die Züge Bernina-Express, Glacier Express und die Albulabahn (seit 1903) sind daher weltbekannt. Die Modellbahnfreunde präsentieren den Zugverkehr aus verschiedenen Epochen. Zum Beispiel den Triebzug „Allegra“, der original ohne Lokomotivwechsel bis Tirano in Italien durchfahren kann, oder das Schweizer Krokodil, einst entwickelt für die alte Gotthard-Strecke. An den Schautagen fahren wechselweise 21 Züge durch die detailgetreu auf einer Länge von acht Metern und einer Breite von drei Metern nachgebauten Bergwelt.

Dazu gehören der Bahnhof Vilisur, der alte Bahnhof Samedan, das Hotel Grischuna, kleine Ortschaften, Brücken und Straßen. Figuren und Tiere lassen sich interaktiv bewegen. Auf Knopfdruck werden die Abläufe beim Brand eines Reisebusses demonstriert, Holzhacken und anderes. Bei Dunkelheit entfaltet die Anlage einen besonderen Reiz. Dann erklingen Kirchenglocken, Gebäude, Straßen und Züge sind beleuchtet, ein 14-teiliger, internationaler Schnellzug fährt durch das Bergmassiv. In einem Nebenraum befindet sich ein Depot für bis zu fünfzehn Zügen.

Auch das Randgeschehen ist detailgetreu nachgebildet

Auf einer Straße fährt ein Linienbus automatisch, ist eine Baustelle eingerichtet, ein Holzhacker fällt am Straßenrand eine Tanne. An den Schautagen wird auch diverses Eisenbahnzubehör angeboten. Dienstags, ab 19 Uhr, treffen sich die MEC-Mitglieder zum Basteln. Interessierte sind immer willkommen.

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