Dresdner Straße 55: Eigentümer reagiert „Keine Unterkunftfür Fleischarbeiter“

Gütersloh-Blankenhagen (WB). Im Haus Dresdner Straße 55 in Gütersloh-Blankenhagen sollen „auf keinen Fall“ Leiharbeiter der Fleischindustrie einziehen: Das hat Daniel Gherasim von der DMI GmbH am Freitag in einem Schreiben an das WESTFALEN-BLATT betont.

Von Carsten Borgmeier
Das rechte Gebäude ist im Herbst von der DMI GmbH gekauft worden. Den Mietern wurde gekündigt. Die Polizei-Wache indes soll bleiben.
Das rechte Gebäude ist im Herbst von der DMI GmbH gekauft worden. Den Mietern wurde gekündigt. Die Polizei-Wache indes soll bleiben. Foto: Carsten Borgmeier

Der Bürgerverein Blankenhagen um Reinhard Welpmann (72) und Karl-Heinz Jaschinski (70) hatte befürchtet, dass die dort jetzt gekündigten Mieter der Immobilie Werkvertragsarbeitern des Tönnies-Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück weichen müssten (wir berichteten am Dienstag, 31. Dezember). Da bereits in benachbarten Hochhäusern viele dieser hauptsächlich aus Rumänien stammenden Leiharbeiter lebten, könne Blankenhagen nicht noch mehr dieser Menschen aufnehmen, so die Ansicht des Bürgervereins.

Polizei-Wache soll bleiben

Gherasim führt in seinem Schreiben weiter aus, dass die DMI GmbH mit Sitz in Schloß Holte-Stukenbrock nicht nur die Immobilie an der Dresdner Straße verwalte, sondern sie auch gekauft habe. Die Kündigungen seien den Mietern ausgesprochen worden, weil das Haus umfangreich saniert werden müsse, so Gherasim. Anschließend werde das Gebäude „ausschließlich für kommerzielle Zwecke“ genutzt, versichert er.

Ratsherr Volker Richter schaltet Tönnies-Personalchef ein

Auch Volker Richter (SPD), Gütersloher Ratsherr und Vorsitzender im Ausschuss für Soziales, Familie und Senioren, hatte sich eingeschaltet, um Klarheit zur zukünftigen Nutzung der Immobilie zu bekommen. Die Firma Tönnies, Geschäftspartner der DMI GmbH, sei angesprochen worden. Demnach habe Tönnies-Personalchef Martin Bocklage den Subunternehmer um Auskunft gebeten, „die Antwort kam dann zügig“. „Wir werden weiter genau beobachten und hoffen, dass sich die DMI GmbH an ihre Aussagen hält und das Gebäude nicht mit Leiharbeitern belegt“, so Richter.

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