Neubau am Gütersloher Kreishaus: 18 Planer stellen ihre Ideen vor Bielefelder Architekten siegen

Gütersloh (WB). „Es ist einfach der beste Entwurf“, sagt Anke Dreier, Leiterin der Gebäudewirtschaft beim Kreis Gütersloh. Damit meint sie das Bielefelder Architekturbüro Brüchner-Hüttemann Pasch, das beim Realisierungswettbewerb für den Verwaltungsneubau des Kreises den ersten Platz belegt hat.

Von Wolfgang Wotke
Ausstellungseröffnung nach dem Architektenwettbewerb für den Kreishaus-Neubau: Landrat Sven-Georg Adenauer und Kreis-Kämmerer Ingo Kleinebekel (von links) präsentieren den Sieger-Entwurf von Ursula Pasch und Kai Brüchner-Hüttemannn.
Ausstellungseröffnung nach dem Architektenwettbewerb für den Kreishaus-Neubau: Landrat Sven-Georg Adenauer und Kreis-Kämmerer Ingo Kleinebekel (von links) präsentieren den Sieger-Entwurf von Ursula Pasch und Kai Brüchner-Hüttemannn. Foto: Wolfgang Wotke

Der Kreis Gütersloh will unweit des Kreishauses an der Straße „Auf dem Stempel“ einen Verwaltungsneubau errichten. Bei der Ausstellungseröffnung am Freitag sind 18 Modelle gezeigt und die besten ausgezeichnet worden.

In einem eintägigen Preisverfahren hatten sich Architekten, Fach- und Sachpreisrichter die Arbeiten unter vier zentralen Aspekten angeschaut und bewertet. Diese sind: Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Städtebau und Gestaltung. Grundlage des Auslobungstextes war ein Raumprogramm, welches das begleitende Planungsbüro Drees & Huesmann mit den künftigen Nutzern erarbeitet hatte und das politisch beschlossen worden ist.

275 Arbeitsplätze entstehen in dem Neubau

Es ging auch um die Funktionalität der Entwürfe: „Kriegen wir dort untergebracht, was wir dort unterbringen wollen?“, fasst es Dreier zusammen. Zusätzlich spielten Wegstrecken und freundliche Besucher-Strukturen eine Rolle. So hat das Gremium auch die Sicht der Bürger eingenommen, die bald das neue Verwaltungsgebäude aufsuchen werden. Von denn 21 aufgeforderten Teilnehmern hatten 18 Büros ihre Entwürfe eingereicht. Als Wettbewerbssumme waren 92.000 Euro ausgelobt. Platz zwei belegte Fabrik B Architekten aus Berlin, der dritte Platz ging an Heitmann Architekten (Gütersloh).

Die Architekten aus Bielefeld sehen in ihrem Sieger-Entwurf zwei dreigeschossige Gebäudekörper mit Innenhöfen vor, die durch die Mittelschiene mit Funktionsräumen für die unterschiedlichen Nutzer verbunden sind. „Zwischen den Baukörpern ergibt sich ein Platz, der Richtung Polizei und Discounter offen ist“, sagt Dipl.-Ing. Kai Brüchner-Hüttemann und ergänzt: „Linke Hand befindet sich der Eingang der Abteilung Jugend, auf der rechten Seite der zu den Frontoffice-Arbeitsplätzen des Jobcenters.“

Insgesamt 275 Arbeitsplätze entstehen in dem dreigeschossigen Verwaltungsneubau. Dort sollen alle über die Stadt an fünf Standorten verteilten Mitarbeiter des Jobcenters, die Abteilung Jugend als auch die Revision einziehen. Über die Kosten könne noch nichts gesagt werden. Damit sie nicht aus dem Ruder laufen, sei das Büro Hitzler Ingenieure als Projekt- und Kostensteuerer auch schon am Preisgerichtsverfahren beteiligt gewesen. Die Stadt Gütersloh erarbeitet jetzt einen Bebauungsplan, 2020 wird erst zwischen Discounter und Kreishaus ein Parkhaus gebaut.

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