BfGT, SPD und Die Linke setzen nicht mehr auf Fremdunternehmen
Reinigung kommt auf den Prüfstand

Gütersloh (WB/wow). Die Leiterin der Grundschule Heidewald, Miriam Henze, hatte Mitte November mit Schulschließung gedroht. Der Grund war die schlechte Reinigungssituation, denn in der Schule war zwei Tage lang nicht sauber gemacht worden. Die Reinigungsfirma hatte kurzfristig gekündigt.

Freitag, 06.12.2019, 11:25 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 11:30 Uhr
Drei Fraktionen wollen nicht mehr auf Fremd-Reinigungsfirmen für die Schulen und Kitas angewiesen sein. Foto: dpa

Nach diesen Querelen zwischen der Grundschule und der Stadt Gütersloh wollen die Ratsfraktionen von BfGT, SPD und Die Linke die gesamte Reinigungssituation an den städtischen Schulen prüfen lassen. Sie planen bis Ende Februar eine Evaluation durchzuführen. Der entsprechende Antrag soll in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Immobilienwesen am 12. Dezember gestellt werden.

„Explizit berücksichtigt werden soll dabei, ob ein Wechsel der Reinigungsfirma oder von Eigen- zu Fremdreinigung stattgefunden hat. Insbesondere gilt dies für die im Oktober 2019 stattgefundenen Wechsel“, sagt Thomas Ostermann, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Verwaltung soll Kostenentwicklung auflisten

Die Verwaltung solle die jährliche Kostenentwicklung der Reinigung sowie die jeweilige Quote der Eigenreinigung seit 2004 auflisten. Die Situation an den Schulen habe sich seit 2009 deutlich zum Negativen verändert, weil die Reinigung der Objekte nach und nach an Fremdfirmen vergeben worden sei, erklärt BfGT-Fraktionsvorsitzender Norbert Morkes.

Im Hauptausschuss, der am 16. Dezember tagt, stellen die drei Fraktionen deshalb auch einen Antrag, den städtischen Stellenplan zu ändern. „Die Wegfall-Vermerke für die 14 Reinigungsstellen müssen gestrichen werden“, fordert Ostermann. Weitere Stellen sollten in den nächsten Monaten geschaffen werden, um nicht nur auf Arbeitskräfte von Fremdunternehmen angewiesen zu sein.

„Für die Unterhaltung von Schulen und Kindertagesstätten sind auch zwei Springerhausmeister notwendig.“ Für die Schulentwicklungsplanung solle eine zusätzliche Stelle gegründet werden, ebenfalls im Bereich IT zur Koordination der Installation von Soft- und Hardware an den Schulen. Für die Schulsekretariate solle auch eine Springerstelle installiert werden. Falls es zu Ausfällen in den Sekretariaten komme, könne man sofort handeln.

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