Polizei klärt über das richtige Verhalten nach Kollision auf Drei Unfallfluchten im Kreis

Gütersloh (WB). Unfallfluchten sind für die Polizei zunehmend ein Ärgernis. Am Mittwoch ereigneten sich im Kreis Gütersloh erneut mehrere Fälle, in denen sich die Verursacher nach einem Crash aus dem Staub gemacht haben. Aufmerksame Zeugen, die Unfälle beobachteten und sich die Kennzeichen notierten, trugen zur Klärung der Unfälle bei.

Hier hat es gekracht. Die Polizei weist darauf hin, dass es nicht ausreicht, im Fall der Fälle einen Zettel hinter der Windschutzscheibe zu hinterlassen. Stattdessen sollten Unfallverursacher umgehend die Polizei verständigen.
Hier hat es gekracht. Die Polizei weist darauf hin, dass es nicht ausreicht, im Fall der Fälle einen Zettel hinter der Windschutzscheibe zu hinterlassen. Stattdessen sollten Unfallverursacher umgehend die Polizei verständigen. Foto: dpa

Um 9 Uhr beschädigte ein 51-jähriger Rheda-Wiedenbrücker mit seinem VW-Lkw beim Ausparken die Mauer eines Privatgrundstückes an der Neuenkirchener Straße in Rheda und fuhr danach einfach davon. Die Bewohnerin des Hauses hatte die Unfallgeräusche gehört, notierte sich das Kennzeichen und verständigte die Polizei.

Ebenfalls in Rheda kam es um 11.10 Uhr zu einem Unfall in der Kolpingstraße. Eine 84-jährige Fahrerin aus Rheda-Wiedenbrück fuhr mit ihrem VW Polo in Richtung Bahnhof, als ihr eine 24-jährige Rheda-Wiedenbrückerin in einem Renault Twingo entgegenkam. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet sie auf die Gegenfahrbahn. Die 24-Jährige touchierte mit ihrem Renault den VW der 84-Jährigen und beschädigte das Fahrzeug. Bei einem anschließenden Gespräch händigte die Renault-Fahrerin der VW-Fahrerin zwar eine Telefonnummer aus, entfernte sich dann aber vom Unfallort. Da die 84-Jährige unter der Nummer niemanden erreichte, verständigte sie die Polizei, die die junge Frau ausfindig machte.

Notiz an der Scheibe reicht nicht

Zwischen 18 und 18.55 Uhr schließlich beschädigte eine 33-jährige Steinhagenerin beim Einparken mit ihrem Mercedes auf einem Supermarktparkplatz in der Gartenstraße in Halle den VW Golf einer 57-jährigen Frau aus Halle. Die 33-Jährige übergab einer Zeugin vor Verlassen des Unfallortes ihre Kontaktdaten inklusive Kennzeichen, war aber, wie im Fall aus Rheda, im Verlauf des Abends unter der angegebenen Rufnummer nicht mehr erreichbar. Die 57-Jährige verständigte daraufhin die Polizei, die die 33-Jährige anhand des Kennzeichens ausfindig machte.

Fälle wie diese beschäftigen die Polizei täglich. Die Beamten weisen darauf hin, dass eine Unfallflucht kein Kavaliersdelikt ist. Eine Notiz an der Windschutzscheibe reicht nicht aus. Der Unfallverursacher muss am Unfallort warten, sollte sich das Kennzeichen des beschädigten Fahrzeuges notieren und am besten umgehend die Polizei informieren. Die Nummer 110 ist jederzeit erreichbar. Wer seinen Pflichten nicht nachkommt, begeht eine Straftat und muss mit dem Verlust des Führerscheins, des Versicherungsschutzes oder im schlimmsten Fall mit einer Freiheitsstrafe rechnen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7112504?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F