Vier Fraktionen beantragen die Gründung einer Wohnungsgesellschaft
„Jetzt muss gehandelt werden“

Gütersloh WB). Unter dem Motto „Aufbruch Wohnen“ beantragen die Fraktionen BfGT, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und SPD die Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft. Die Vorlage kommt am 12. Dezember in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Immobilienwesen auf den Tisch.

Donnerstag, 05.12.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 05.12.2019, 11:20 Uhr
Fordern eine Wohnungsgesellschaft (von links): Volker Richter (SPD), Nobert Morkes (BfGT), Birgit Niemann-Hollatz (Grüne), Thomas Ostermann (SPD) und Manfred Reese (Linke). Foto: Wotke

Immer mehr Menschen konkurrierten um die wenigen Wohnungen

„Gütersloh wächst. Durch die zunehmende Bevölkerungsentwicklung hat sich der Wohnungsmarkt zu einem Vermietermarkt mit einer deutlichen Verknappung und Verteuerung des Wohnungsangebotes entwickelt“, sagt BfGT-Fraktionsvorsitzender Nobert Morkes. Immer mehr Menschen konkurrierten um die wenigen Wohnungen, insbesondere das Angebot an günstigem und bezahlbarem Wohnraum wie zum Beispiel für Alleinstehende oder für junge Familien sei erheblich eingeschränkt. „Derzeit suchen 2000 Menschen in Gütersloh eine Wohnung“, erklärt SPD-Ratsmitglied Volker Richter. „Der aktuelle Wohnungsmarkt kann diese Nachfrage ohne städtische Unterstützung weder quantitativ noch qualitativ bedienen.“ Daher seien dringend geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Eine Wohnungsgesellschaft, so die vier Fraktionen, könne mit privatrechtlicher Gesellschaftsform auf dem Wohnungsmarkt anders agieren als eine Kommune. „Ausschreibungen könnten flexibler gestaltet werden“, meint Birgit Niemann-Hollatz (Bündnis 90/Die Grünen). Neben dem Ankauf und Neubau von Wohnungen soll die Gesellschaft (oder Genossenschaft) die Verwaltung der städtischen Mietwohnungen übernehmen. Außerdem soll die Verwaltung und Projektierung der anzukaufenden Wohnungen aus dem Bestand der BImA (Briten-Wohnungen) durch die Gesellschaft übernommen werden.

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