Betroffene beschreiben, wie die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sie unterstützt hat Mit eisernem Willen zurück ins Leben

Gütersloh (WB). Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hatte in diesen Tagen prominenten Besuch. Monica Lierhaus und Alexander Leipold, aber auch weniger bekannte Schlaganfall-Betroffene hatte Präsidentin Liz Mohn zu ihrer Teestunde eingeladen.

Sylvia Strothotte (3. von links), Vorstand der Schlaganfall-Hilfe, freut sich über die Begegnung mit (von links) Monica Lierhaus, Alexander Leipold und Winnie von Wilmsdorff. Sie sind zu Gast bei einer Teestunde, zu der Präsidentin Liz Mohn ins Gebäude an der Schulstraße eingeladen hatte.
Sylvia Strothotte (3. von links), Vorstand der Schlaganfall-Hilfe, freut sich über die Begegnung mit (von links) Monica Lierhaus, Alexander Leipold und Winnie von Wilmsdorff. Sie sind zu Gast bei einer Teestunde, zu der Präsidentin Liz Mohn ins Gebäude an der Schulstraße eingeladen hatte.

Es war ein bewegender Nachmittag, den Liz Mohn, die Vorstände Michael Brinkmeier und Sylvia Strothotte sowie ein kleiner Kreis Schlaganfall-Betroffener im Stiftungsgebäude an der Gütersloher Schulstraße erlebten. Die Präsidentin hatte beispielhaft Menschen eingeladen, die sich in diesem Jahr besonders engagierten oder Außergewöhnliches erlebt hatten.

Monica Lierhaus etwa galt als „das Gesicht der ARD-Sportschau“, bis sie 2009 eine starke Hirnblutung erlitt und seither unter schweren Behinderungen leidet. Nach ersten Auftritten auf Charity-Veranstaltungen will sie sich künftig stärker für die Schlaganfall-Hilfe engagieren.

Seit vielen Jahren an der Seite der Schlaganfall-Hilfe ist Alexander Leipold, Ex-Weltmeister und Olympiasieger im Ringen und selbst Schlaganfall-Betroffener. Er engagierte sich in diesem Jahr bei zahlreichen Anlässen als ehrenamtlicher Botschafter und sammelte Spenden für die Projekte der Stiftung. Deren Arbeit unterstützt auch Winnie von Wilmsdorff, Chef-Kameramann von RTL, immer wieder, zum Beispiel durch Workshops für die Kommunikationsabteilung.

Bernhard Malorny (54) erlitt dieses Jahr bereits seinen dritten Schlaganfall. Nach erfolgreicher Behandlung im Gütersloher St. Elisabeth Hospital begleitete ihn Schlaganfall-Lotsin Frauke Leonhard zurück in den Alltag. „Eine erfahrene Ansprechpartnerin, die bei vielen Fragen weiterhelfen kann“, lobte er die Lotsin an seiner Seite. Mittlerweile kehrte der Chemiker an seinen Arbeitsplatz bei Pfleiderer zurück.

Zurück an den Arbeitsplatz

Jüngste Gäste waren Ella (10) und ihre Schwester Suna (8) aus Duisburg. Kaum zu glauben: Ella erlitt bereits bei ihrer Geburt einen Schlaganfall und kämpft sich seither mit Hilfe ihrer Eltern ins Leben. Im August besuchte die ganze Familie das große Summercamp der Schlaganfall-Hilfe, um dort wichtige Ratschläge für die nächsten Entwicklungsschritte zu erhalten und Kontakte zu anderen Familien zu knüpfen.

Prof. Dr. Christoph Redeker, Regionalbeauftragter der Schlaganfall-Hilfe, unterstützt das Lotsenprojekt der Stiftung nach Kräften. Er leitet die Schlaganfall-Station im Klinikum Lippe in Lemgo. Sein Team rettete möglicherweise Elke Geiseler (75) aus Detmold das Leben. Mit Unterstützung ihrer Schlaganfall-Lotsin fand sie zurück ins Leben und berichtete dankbar darüber, wie perfekt die gesamte Versorgungskette bei ihr funktionierte.

Schwerer traf es den Bielefelder Tobias Wisniewski (39), der in Begleitung seiner Schwester und Schlaganfall-Lotsin Kerstin Ohms kam. Nach seinem Schlaganfall konnte er kein Wort mehr sprechen. Doch ein Jahr Rehabilitation brachte ihm die Sprache weitgehend zurück, im Oktober konnte der Systemadministrator endlich seine Arbeit bei der Telekom wieder aufnehmen.

Hans-Hasso Kleina (72) traf der Schlaganfall besonders hart. Der pensionierte Lehrer aus Hiddenhausen ist seit fünf Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Lange suchte er einen Lebenssinn und fand ihn schließlich in der Leitung einer Selbsthilfegruppe. Jetzt will er mit Unterstützung der Stiftung sogar die Ausbildung ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer initiieren.

Mit einer weiteren Erfolgsgeschichte schloss der Trierer Peter Schermann (31) die Teestunde ab. Ein Schlaganfall riss ihn mit 29 aus dem Leben. Eindrucksvoll schilderte der Profi-Mountainbiker, wie er sich mit eisernem Willen und hartem Training in der Rehabilitation zurückkämpfte. Dieses Jahr trat Schermann wieder bei den Europameisterschaften in Norwegen an und qualifizierte sich für die nächste WM.

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