Nach Reinhard Mohn benannte Einrichtung fördert 14 Projekte in Ostwestfalen-Lippe Stiftung hilft 20.000 Schülern

Gütersloh (WB). Die Reinhard- Mohn-Stiftung aus Gütersloh hilft gegenwärtig 20.000 Schülern in Ostwestfalen-Lippe beim Spracherwerb, bei Rechenschwierigkeiten oder bei der Überwindung von Lese-Rechtschreib-Schwächen. Gut 860.000 Euro flossen im vergangenen Jahr in 14 Bildungsprojekte in 160 Kitas, Schulen und Berufskollegs.

Von Stephan Rechlin
Stephan Kern, Dr. Thomas Rottmann, Sevinç Sunar, Christoph Mohn und Dr. Erkan Uysal (von links) möchten Kindern helfen, die Schwierigkeiten beim Rechnen haben.
Stephan Kern, Dr. Thomas Rottmann, Sevinç Sunar, Christoph Mohn und Dr. Erkan Uysal (von links) möchten Kindern helfen, die Schwierigkeiten beim Rechnen haben. Foto: Mohn-Stiftung

Seit dem Start der Stiftung vor neun Jahren summiert sich die Förderung auf 4,4 Millionen Euro. In diesem Jahr werde die Stiftung voraussichtlich eine ähnliche Summe wie 2018 aufwenden, teilte Vorstandsvorsitzender Christoph Mohn bei der Präsentation des Jahresberichtes mit. Die Stiftung verfolge das Ziel, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Ostwestfalen-Lippe unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Lage zu verbessern.

Im vergangenen Jahr seien die Projektarbeit ausgebaut und das Partnernetzwerk erweitert worden. Mohn: »Wir sind überzeugt, dass die Stiftung nur mit der Expertise der Partner vor Ort unsere gemeinsamen Projekte umsetzen und so bessere Ergebnisse für Kinder und Jugendliche erzielen kann.«

Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit ist das Projekt zur »Prävention von Rechen-Schwierigkeiten«. Gemeinsam mit der Schulaufsicht, den Schulberatungsstellen in Bielefeld und Gütersloh und der Universität Bielefeld fördert die Reinhard-Mohn-Stiftung Maßnahmen, um in den Schulen die mathematischen Kompetenzen von Kindern konsequent zu verbessern. Die Stiftung kündigte am Mittwoch an, das 2014 gestartete Projekt für weitere drei Jahre mit insgesamt 254.000 Euro zu fördern.

Im Kreis Paderborn werden Bildungsprojekte in Kindertagesstätten je nach Bedarf im jeweiligen Sozialraum gefördert. In das Projekt »Pluskitas« fließen auch Zuschüsse des Landes. Einige Kitas ließen sich mit dieser Hilfe zu Bewegungskindergärten zertifizieren, andere setzten zusätzliche Sprachförderkräfte ein oder bildeten Expertenteams zum Thema Kinderschutz.

Geld aus Dividende

In Bielefeld werden Lese- und Rechtschreibkompetenzen an Grundschulen erhoben und gefördert. An weiterführenden Schulen im Kreis Paderborn und in der Stadt Gütersloh werden Eltern in den Unterricht einbezogen, deren Kinder Probleme im Arbeits- und Sozialverhalten haben oder die Anzeichen von Schulmüdigkeit zeigen. In den Kreisen Herford, Lippe und Gütersloh hilft die Stiftung leistungsschwachen Schülern in Berufsgrundschuljahren, Verantwortung zu übernehmen, ihre Berufswahl kompetent zu treffen und den Übergang in den Beruf besser zu bewältigen.

Das Geld für ihre Projekte bezieht die Stiftung überwiegend aus der Dividende des Bertelsmann-Konzerns – von dort fließen ihr pro Jahr eine Million Euro zu. Zum 31. Dezember 2018 verfügte die Stiftung über 2,6 Millionen Euro freie Rücklagen und eine Million Euro Projektrücklage.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7094246?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F