Königstraße 6: Eine-Welt-Verein nutzt das Erdgeschoss bald doppelt Ein Café in Eigenregie

Gütersloh (WB). Das Büro der evangelischen Kirchengemeinde ist schon in die neuen Räume an der Königstraße 6 gezogen. Damit hat die Verwaltung in dem Neubau den ersten und zweiten Stock belegt. Wie das Erdgeschoss nach dem Absprung von Gastronom Peter Bunnemann genutzt wird, steht jetzt fest: Im Frühjahr zieht der Eine-Welt-Laden dort ein, der in Eigenregie ein Café betreibt.

Von Wolfgang Wotke
Haben die zukünftigen Pläne der Nutzung einer Ladenfläche im Neubau der Evangelischen Kirche an der Königstraße 6 vorgestellt (von links): Jan Elliger, Pfarrerin Erika Engelbrecht, Stephanie Deppe und Pfarrer Eckhard Heidemann.
Haben die zukünftigen Pläne der Nutzung einer Ladenfläche im Neubau der Evangelischen Kirche an der Königstraße 6 vorgestellt (von links): Jan Elliger, Pfarrerin Erika Engelbrecht, Stephanie Deppe und Pfarrer Eckhard Heidemann. Foto: Wolfgang Wotke

»Das war auch vor geraumer Zeit ein Presbyteriums-Beschluss. Nach dem Rückzug von Bunnemann hat es kaum Interessenten für ein Café gegeben«, erklärte Vorsitzender Pfarrer Eckhard Heidemann, der am Dienstag über die zukünftige Nutzung des Hauses informierte. Frei seien noch der dritte Stock als Büroetage (130 Quadratmeter), auf der sich wahrscheinlich ein Diakonischer Träger niederlassen werde, und der vierte Stock. »Dort wollen wir eine 99 Quadratmeter große Wohnung vermieten. Die Ausschreibung dafür läuft«, erklärte Heidemann.

Jan Eiliger, Vorsitzender des Eine-Welt-Vereins Gütersloh, als auch Erika Engelbrecht, Pfarrerin für die Region Mitte und West, sind in die Planungen für das Erdgeschoss zurzeit voll eingebunden. Im vorderen Bereich soll die Verkaufsfläche für den Eine-Welt-Laden entstehen, eingebunden werde dann das Café. Und auf der hinteren Fläche gibt es bald einen Informations- und Kontakt-Stand der Evangelischen Kirche.

Im Moment liefen noch die Abschlussarbeiten

»Dort können zum Beispiel Anmeldungen für Trauungen stattfinden«, berichtete Eckhard Heidemann. Das Erdgeschoss (130 Quadratmeter) wolle man multifunktionell gestalten, so dass man auch Gruppenveranstaltungen durchführen könne.

»Selbstverständlich zahlen wir Miete«, sagte Elliger und ergänzte, dass man sich dafür ordentlich strecken müsse. Die Entscheidung, das Café zukünftig selber zu führen, halte er dennoch für richtig und zukunftsweisend. »Wir müssen nur noch Menschen finden, die uns ehrenamtlich dabei unterstützen.« Erika Engelbrecht: »Bislang haben wir 60 Mitglieder. Davon engagieren sich etwa 40. Wir brauchen aber noch mehr.«

Man hoffe, den Eine-Welt-Laden mit fairen Preisen, das Café sowie den Info-Stand mit Beginn des Frühlings eröffnen zu können. Im Moment liefen noch die Abschlussarbeiten wie zum Beispiel die Technik. »Danach werden wir uns mit der Evangelischen Kirche zusammen setzen, um über die Inneneinrichtung zu sprechen«, meinte Jan Elliger.

1958 hatte an der Königstraße 6 das Schnellrestaurant Nordsee eröffnet. Auch für den Neubau hatte man mit einem gastronomischen Angebot geplant. Ein lokaler Betreiber habe sich nicht gefunden. Am Ende hatte es Ärger gegeben, weil durch die Bauarbeiten massive Schäden am Nachbargebäude entstanden sind.

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