Unterhaltsame Comedyshow in ausverkaufter Stadthalle – Männer verbal verprügelt Frau Jahnke rät: Kerl in Ketten legen

Gütersloh (WB). Ein Abend der mitunter boshaften Spötteleien und Lachsalven: Wenn Frau Gerburg Jahnke und ihre vier Partnerinnen einen Witz nach dem anderen reißen und das (fast) immer auf Kosten des angeblich starken Geschlechts, kommt bei den anwesenden Damen diebische Freude auf. Die Lästerei und Stichelei am laufenden Band sorgt indes bei den gnadenlos aufs Korn genommenen Männern, die in der ausverkauften Gütersloher Stadthalle natürlich deutlich in der Minderheit sind, bisweilen für Irritationen. Und Schnappatmung.

Von Uwe Caspar
Kicherndes Damenduo: Frau Jahnke (rechts) hat sich von Bühnen-Partnerin Lioba Albus deren Perücke geborgt.
Kicherndes Damenduo: Frau Jahnke (rechts) hat sich von Bühnen-Partnerin Lioba Albus deren Perücke geborgt. Foto: Caspar

In der Männer-Tagesstätte können Wünsche geäußert werden

Zu Beginn ihrer Power-Performance verlässt Frau Jahnke kurz die Bühne und schnappt sich einen in der ersten Reihe sitzenden männlichen Zuschauer. Sie fragt ihn: »Wo ist deine Betreuerin? Andere Damen lassen ihren Mann zuhause!« Die 64-Jährige liefert auch gleich handfeste Tipps, wenn der Kerl sich weigern sollte – ihn einfach an die Heizung oder an den Kühlschrank ketten.

Allein unbeschwert Urlaub machen, das geht auch: Die Männer-Tagesstätte nimmt Männeken sofort auf und kann während dieser Auszeit sogar Korrekturen an ihm vornehmen. »Ich hätte ihn gern dünner«, auch dieser Wunsch der Frau scheint realisierbar. Auch die Politiker werden schonungslos mit satirisch-zynischen Kommentaren bedacht. Friedrich Metz etwa sei »nicht zu Ende gebrütet« worden. Bundesminister Jens Spahn kommt ebenfalls nicht ungeschoren davon. »Er wollte Weltgeschichte schreiben, hat aber den Stift nicht mitgenommen«, frotzelt Frau Jahnke.

Den Damen werden figurformende Bikinis empfohlen

Sie verulkt aber auch ihre Geschlechtsgenossinnen. So empfiehlt sie figurformende Bikinis für den Strand: »Wenn man im Sand nach hinten fällt, sieht man in diesem Outfit schlanker aus.« Jahnkes Mit-Darstellerin Lioba Albus verrät derweil, dass sie sich endlich mal getraut habe, sich nackt und ohne Brille im Spiegel anzuschauen. Sie sähe immer noch gut aus, raunt der zuguckende Ehemann. Ihre Hoffnung, »in Schönheit zu sterben«, wird sich trotzdem nicht erfüllen. Ihr Mann: »Du hast den Zeitpunkt verpasst.«

Zum Schluss des Joke-Events garniert Nessi Tausendschön ihre Rede als Sportreporterin mit zotigen Sprüchen aus dem Sexualbereich – »Gemächte« oder »Superhupen« sind noch die harmlosesten Begriffe. Das sollten mal männliche Comedy-Vertreter wagen! Da würde die #MeToo-Bewegung sicherlich wütend aufheulen. »Manni«, stets freundlicher Ordner bei Aufführungen in der Stadthalle, steckt Frau Jahnkes verbale Männer-Prügel gelassen ein, sagt zum Abschied grienend: »Happy wife, happy life. Doch am Ende gewinnen immer wir!«

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