Gütersloh: Hitzeresistente Bäume und kontaminierter Boden lassen Kosten steigen
Verler Straße wird teurer

Gütersloh (WB). Noch ist nicht einmal die Halbzeit beim Umbau der Verler Straße erreicht, da steigen die Kosten bereits um eine Viertel Million Euro. Die Anpflanzung hitzeresistenter Bäume und belasteter Boden strapazieren die Kalkulation.

Donnerstag, 07.11.2019, 15:23 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 15:26 Uhr
Noch ist nicht einmal Halbzeit beim Ausbau der Verler Straße erreicht, da steigen schon die Baukosten. Foto: Carsten Borgmeier

Anders als bei der vor drei Jahren erarbeiteten Planung sollen 40 neue Bäume gepflanzt werden, die mit klimatisch bedingter Hitze besser zurecht kommen. Die einzelnen Gruben werden größer und mit einem speziellen Bodensub-strat versehen. An einigen der ausgewählten Baumstandorte sind einer Verwaltungsvorlage an den Planungsausschuss zufolge Versorgungsleitungen umzulegen. Darüber hinaus seien an einigen Stellen Wurzelschutzfolien erforderlich. Die höhere Wertigkeit der Grünstreifen hat ihren Preis – allein dieser Posten schlägt mit zusätzlichen 125.000 Euro zu Buche.

Boden ist kontaminiert

Während der Bauarbeiten entnommene Bodenproben ergaben Belastungen, die höher ausfielen als zuvor angenommen worden war. Die kontaminierte Erde darf nicht wieder verwendet, muss zwischengelagert und anschließend deponiert werden. Zwischen der Straße Am Coesfeld und dem Grundstück hinter VW Mense fiel auf, dass die Fahrbahnrinne für einen Regenwasserkanal keinen ausreichenden Betonunterbau hatte. Sie wurde darum auf einer Länge von 50 Metern neu im Beton verlegt. Diese Korrektur und die kontaminierte Erde bilden mit 100.000 Euro die zweitgrößte Position der Kostenzunahme.

Im Vergleich dazu moderat fallen die 20.000 Euro für eine asphaltierte Umfahrt zum Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr in Spexard aus und 5000 Euro, die auf Wunsch von Anwohnern in neue Hinweistafeln investiert werden.

Fußgängerleitsystem wird verschoben

Um die höheren Kosten ohne Kredit stemmen zu können, schlägt Stadtbaurätin Nina Herrling vor, erst einmal auf das neue Fußgängerleitsystem in der Innenstadt zu verzichten. Die dafür reservierten 140.000 Euro sollen statt dessen das Finanzloch an der Verler Straße stopfen; das Leitsystem möge 2020 oder später installiert werden. Ferner schlägt Herrling vor, die Regenwasserbehandlung am Gütersloher Bahnhof und Willy-Brandt-Platz bis auf weiteres zu verschieben. Dadurch gewinnt sie jene 90.000 Euro, die dafür vorgesehen waren. Ersparnisse bei der Sanierung des Parkhauses Kirchstraße, bei der Installation von Straßenbeleuchtungsanlagen und beim Endausbau der Alten Verler Straße verschaffen der Stadt den erforderlichen Rest des benötigten Geldes.

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