Gütersloh: Dr. Markus Miele bestreitet, dass es zum Konzernumbau Geheimnisse gibt
»Alle Pläne liegen auf dem Tisch«

Gütersloh (WB). Dr. Markus Miele, geschäftsführender Gesellschafter des Gütersloher Hausgeräteherstellers, weist Vorwürfe der IG Metall zurück, wonach das Unternehmen weitere personelle Einschnitte verheimliche. »Seit Mittwoch liegen alle unsere Pläne auf dem Tisch. Mehr haben wir nicht«, teilt Miele dem WESTFALEN-BLATT mit.

Donnerstag, 31.10.2019, 16:23 Uhr aktualisiert: 31.10.2019, 17:06 Uhr
Dr. Markus Miele möchte den Gütersloher Hausgerätehersteller gemeinsam mit dem Betriebsrat für das digitale Zeitalter aufstellen. Foto: Wolfgang Wotke

Beim vorgestellten Abbau von weltweit 1070 Stellen handele es sich um eine Absichtserklärung, über die in den kommenden Wochen und Monaten mit dem Betriebsrat zu reden sei. Das gelte auch für die 240 Stellen, die überwiegend in Gütersloh abgebaut werden sollen: »Bisher haben wir nur Stellen und Funktionen ermittelt, die doppelt oder mehrfach besetzt sind. Wir werden im kommenden Jahr prüfen, an welchen Stellen und in welcher Reihenfolge wir diese Stellen einsparen wollen«, sagt Miele.

Der weltweite Markt für Hausgeräte habe ein Volumen von 180 bis 190 Milliarden Euro pro Jahr. Davon schöpfe Miele gerade einmal vier Milliarden ab. Miele: »Es gibt also ausreichend Potenzial, um noch zu wachsen.« Allerdings sei das im digitalen Zeitalter nicht mehr in der bisherigen Weise möglich. Gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey habe Miele Wachstumsfelder ermittelt, die mit Hilfe einer völlig neuen Organisation bewirtschaftet werden sollen.

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