Digitaler Werkraum in der Stadtbibliothek eröffnet
Basteln an der Zukunft

Gütersloh (WB). Bloß kein Hochglanz-Hightechlabor! Betont bodenständig soll er daherkommen, der neue Digitale Werkraum in der Stadtbibliothek. »Hier bekommt der digitale Wahnsinn ein analoges Gegengewicht«, sagt Planer Thomas Huth.

Mittwoch, 02.10.2019, 12:00 Uhr
Testen schonmal den neuen Digitalen Werkraum in der Bibliothek: (von links): Silke Niermann (Leiterin Bibliothek), Andreas Kimpel (Kulturdezernent), Hans-Peter Rosenthal (Kulturausschussvorsitzender), Dr. Kirsten Witte (Bertelsmann Stiftung), Thomas Huth (Architekturbüro Parat), Maximiliane Plöger (Referentin Digitaler Wandel) und Bürgermeister Henning Schulz. Foto: Marco Kerber

Der Hamburger Architekt hat die am Dienstag eröffnete Zukunftswerkstatt im Auftrag der Stadt entworfen. Ein digitaler Werkraum – was soll das überhaupt sein? Das Konzept wirkt zunächst so schwer greifbar wie die Digitalisierung selbst. Im zweiten Obergeschoss der Bibliothek treffen zwei Welten aufeinander. »Es soll ein kreativer Ort der Kommunikation sein, an dem Menschen ihre Ideen zur Digitalisierung der Gesellschaft gemeinsam ausprobieren können. Denn digitaler Wandel geht nicht allein in der digitalen Welt. Er braucht eine analoge Entsprechung«, sagt Bürgermeister Henning Schulz.

Seit Schulz im November 2018 den »Digitalen Aufbruch« für Gütersloh ausgerufen hat, sind aus der Bürgerschaft in diversen Workshops schon einige Ideen zusammen gekommen. Diese sollen wie in einem Schaufenster ab sofort im neuen Digitalen Werkraum präsentiert werden. Mit 200.000 Euro fördert die Bertelsmann Stiftung das Projekt.

Auf 230 Quadratmetern bietet der Werkraum drei Zonen: Mit den Schlagwörtern »Denken«, »Machen« und »Teilen« sind sie überschrieben. In der Denkzone gibt es zum Beispiel ruhige Nischen zum Grübeln. Teilen lassen sich die gewonnenen Erkenntnisse anschließend nebenan auf großen Displays.

Zusätzlich gibt es einen Multifunktionsraum mit Whitebord, Bildschirm und langem Konferenztisch. Den können auch Gruppen und Firmen zum gemeinsamen Arbeiten mieten – eine Reservierung gibt es bereits. Aber nicht nur Projektarbeiten sind hier möglich. »Man kann sich auch mit seinem Laptop hinsetzen und nur die Ruhe genießen. Jeder ist hier willkommen. Einfach mal hereinschnuppern! Bei Fragen sind wir ja vor Ort«, sagt Bibliotheksleiterin Silke Niermann.

Es braucht schon ein bisschen Fantasie, um die Nutzungsmöglichkeiten des Digitalen Werkraums auszuloten. »Das ist ein ungewöhnliches Experiment. Wir lassen uns aber gerne davon überraschen, wie die Menschen diesen Raum für sich erobern werden«, sagt Silke Niermann. Da kommt dem Bürgermeister spontan eine konkrete Idee: »Einen öffentlichen 3D-Drucker könnten wir hier vielleicht aufbauen. Damit lässt sich doch herrlich experimentieren.«

Weitere digitale Spielereien im Sinn? Anregungen und Fragen zum Thema an: stadtbibliothek-werkraum@gt-net.de

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