Berufsfeuerwehr: Rettung schwergewichtiger Menschen ist Teil einer Übung
Der Patient wird abgeseilt

Gütersloh (WB). Wer meint, die Höhenrettungstruppe der Berufsfeuerwehr kommt nur in schwindelerregender Höhe zum Einsatz, der irrt. Gang und Gäbe ist bereits die Rettung schwergewichtiger Patienten, die aus ihrer Wohnung geborgen werden müssen.

Dienstag, 01.10.2019, 05:29 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 06:04 Uhr
Die Höhenretter der Berufsfeuerwehr proben den Ernstfall: Maurice Vornholt in der Trage, Jannik Schröder (im roten Anzug hinter der Trage) und Christoph Wienstroer im Fenster. Foto: Stadt Gütersloh

Und diese Prozedur muss regelmäßig geübt werden, damit alle Handgriffe sitzen. Zuletzt auf dem eigenen Gelände der Feuerwehr. Jedes Jahr müssen 70 Trainingsstunden nachgewiesen werden, um alle Rettungstechniken sicher zu beherrschen.

Die Versorgung Schwergewichtiger stellt im Rettungsdienst ein zunehmendes Problem dar. Immer wieder müssen die Einsatzkräfte die Rettungswagen der Feuerwehr anfordern. Hier kommen die Spezialisten der Höhenrettungstruppe der Berufsfeuerwehr zum Einsatz. Sie verfügen über eine besondere Ausrüstung wie die Spezialtrage, die mit bis zu 1100 Kilogramm belastet werden kann.

Die Höhenrettung verfügt aktuell über elf Einsatzkräfte

Aufgrund der Maße der Trage ist ein Transport durch normale Türen oft nicht möglich. So muss der Patient mittels Seiltechnik durch das Fenster gerettet werden. Der Patient wird hier während des gesamten Transports von einem Höhenretter begleitet. Alle Höhenretter verfügen über eine rettungsdienstliche Ausbildung, sodass der Patient permanent medizinisch betreut ist.

Die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr verfügt aktuell über elf Einsatzkräfte. Die Grundausbildung dauert 80 Stunden. Neben dem Stadtgebiet kommt die Höhenrettungstruppe auch im gesamten Kreisgebiet und in den Nachbarkreisen zum Einsatz.

Schon bald nach der Übung folgte der Ernstfall: Auf einem Dach in Gütersloh musste ein Dachdecker mit einem schweren Bandscheibenvorfall gerettet werden. Der Patient wurde auf dem Dach von den Rettungskräften versorgt und in einer Korbtrage abgeseilt.

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