Gütersloh: Zahl der Streifen soll verdoppelt werden – Kontrollen auch am Abend
CDU will mehr Ordnungspartner

Gütersloh (WB). Die Zahl der Ordnungspartner in der Innenstadt soll verdoppelt werden. Zum Haushalt 2020 wird die CDU-Ratsfraktion beantragen, die Zahl der vom Ordnungsamt gestellten Mitarbeiter in den gemeinsamen Streifen mit der Polizei entsprechend aufzustocken.

Freitag, 06.09.2019, 05:15 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 05:20 Uhr
Die CDU möchte die Zahl der Ordnungspartner in der Innenstadt verdoppeln. Foto: Wolfgang Wotke

Zum einen reagiert die Fraktion damit auf die bislang durchgehend positiven Reaktionen aus der Bevölkerung auf die gemeinsamen Streifen. Zum anderen hofft sie, den Radius dieser Streifen ausweiten zu können – sowohl zeitlich als auch räumlich. Die SPD pflichtete im Umweltausschuss bei und regte an, Einsätze auch zu späteren Uhrzeiten ab 19 Uhr anzusetzen - gerade dann sei das Sicherheitsbedürfnis vieler Bürger besonders ausgeprägt. Georg Hanneforth (CDU) berichtete von Anfragen aus Avenwedde-Bahnhof und Isselhorst, aber auch von Wünschen, im Stadtpark und im Mohns Park stärker zu kontrollieren. Dort haben Anwohner im Sommer über Lärm, Müll und ungebührliches Verhalten geklagt, meist verbunden mit erheblichem Alkoholkonsum. Ordnungsdezernentin Christine Lang stellt dazu fest, dass »eine regelmäßige Ausdehnung der Präsenzzeiten in den Abend- und Nachtbereich und an Wochenenden – insbesondere im Bereich Bahnhof und ZOB - sowie eine räumliche Ausdehnung derzeit aufgrund der personellen Gegebenheiten nicht möglich sind.«

Grüne lehnen Aufstockung ab

Schon zum Start der Ordnungspartnerschaft im August 2018 hatte die CDU vier Ordnungshüter gefordert; mehrheitsfähig waren damals im Stadtrat jedoch nur zwei Stellen. Auch diesmal signalisieren die Grünen bereits, eine personelle Aufstockung nicht mitzutragen. Thomas Kessenjohann von der BfGT möchte sie zumindest nicht ausschließen.

Die Ordnungspartner schreiten ein, wenn in der Stadt laut herumgeschrien wird, wenn jemand auf seinem Fahrrad gegen das Schiebegebot in der mittleren Berliner Straße verstößt, gegen Hauswände uriniert, sein Kaugummi aufs Pflaster spuckt, Zigarettenkippen wegwirft oder seinen Müll herumfliegen lässt. Sie sind zur Stelle, wenn Radwege zuparkt werden oder offensichtlich gegen den Jugendschutz verstoßen wird. Teilweise dürfen sie Passanten selber darauf ansprechen, in manchen Fällen holen sie die Polizei hinzu. Oft stehen die Ordnungspartner auch als Ratgeber und Helfer zur Seite. Auch bei Abschiebungen greift die Stadt auf ihre Hilfe zurück.

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