Gütersloh: Workshop wird über Zukunft der Mansergh-Kaserne beraten
Co-Working in der Panzerhalle

Gütersloh (WB). Aus dem kleinen Dalkesee an der geplanten Wohnsiedlung in den Mansergh-Kasernen wird schon mal nichts. Ökologisch und hochwassertechnisch zu riskant. Doch ein kleines Gewässer für Amphibien wäre schon möglich.

Sonntag, 01.09.2019, 11:00 Uhr
Ende November soll ein aus Fachleuten und Bürgern besetzter Workshop beraten, was aus dem 34 Hektar umfassenden Areal der Mansergh-Kaserne an der Verler Straße werden soll. Der Workshop tritt im alten Offiziersheim zusammen. Foto: Carsten Borgmeier

So lautet einer der Vorschläge mit denen die Stadt zu einem städtebaulichen Workshop in das ehemalige Offiziersheim in der Kaserne einlädt. Er stammt aus dem »Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept«, über das jede Kommune schon mal verfügen sollte, wenn sie öffentliche Mittel für die Konversion ehemaliger militärischer Anlagen beanspruchen möchte . Diesem Konzept zufolge sollen dort bis zu 1.000 Wohnungen gebaut werden, dazu ein Hochschulcampus, eine Kita, ein Jugendzentrum und eine Kletterhalle. Firmen dürfen dort auch ansiedeln, aber nicht stören.

Die Werkstattwoche vom 24. bis 29. November soll eine Ideenschmiede werden. Schon festgelegt ist allerdings, dass der Bildungsstandort am Eingang des Quartiers liegen soll. Dort stünde mit 2,6 Hektar genügend Fläche zur Verfügung, um auch Verwaltung, Cafeteria, Mensa und Bibliothek anzusiedeln. Auch die Schulgebäude der Briten seien möglicherweise für diesen Zweck umnutzungsfähig.

Panzerhallen prägen Quartier

Die Beton-Panzerhallen im Süden des insgesamt 34-Hektar großen Areals sollen wegen ihrer Funktionalität, aber auch wegen ihrer quartierprägenden Architektur erhalten bleiben. Sie eigneten sich etwa für moderne Formen des Zusammenarbeitens in Co-Working- oder Shared spaces.

Ein neues Jugendzentrum könnte den Jugendtreff Falkenhaus auf der gegenüberliegenden Seite der Verler Straße ersetzen. Weiteren Bedarf sieht die Stadt für eine Kletter- und Boulderhalle, die möglichst nahe am neuen Jugendzentrum liegen sollte. Bei den Wohnhäusern strebt die Stadt einen hoher Anteil an mehrgeschossiger sowie öffentlich geförderter Häuser an. Die Werkstattwoche soll am Sonntag, 24. November, mit einer Bürgerveranstaltung beginnen. Weitere öffentliche Foren sind am Montag, 25. November, sowie am Donnerstag, 28. November, jeweils um 18 Uhr, angesetzt.

Preisgericht würdigt Vorschläge

In den Foren werden Ideen und Konzepte mit den Bürgern diskutiert. Ausgearbeitet werden die Konzepte von vier Teams, die mit Fachleuten aus Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur besetzt sind. Die Teams können sich bewerben und werden vorher ausgewählt. Zum Ende der Werkstattwoche am Freitag, 29. November, wird ein Preisgericht die Arbeiten beurteilen. Die Jury besteht aus Fachleuten der genannten Disziplinen sowie Vertretern der politischen Fraktionen. Die Mansergh-Kaserne soll im Oktober an die Bima übergeben werden.

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