Zahnarzt muss sich vor Berufsgericht verantworten
Kürzel führt in die Irre

Gütersloh (WB/mdel). Die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe wirft einem Zahnarzt aus dem Kreis Gütersloh vor, gegen seine Berufspflichten als Zahnarzt verstoßen zu haben. Verhandelt wird der Fall am Mittwoch, 28. August, vor dem Berufgericht für Heilberufe am Verwaltungsgericht Münster.

Mittwoch, 07.08.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 07.08.2019, 11:20 Uhr
Die Kammer wirft dem Zahnarzt aus dem Kreis Gütersloh irreführende Werbung vor. Foto: dpa

Laut Zahnärztekammer soll der Mann zumindest auf Briefbögen die Abkürzung »Drs.« angegeben haben. Der Beschuldigte habe 1984 an einer niederländischen Universität das »Doctoraalexamen« in der Studienrichtung »Tandheelkunde« abgelegt.

Die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe ist jedoch der Auffassung: Der Beschuldigte dürfe den in den Niederlanden erworbenen Grad des »doctorandus« nur mit der Abkürzung »drs.«, nicht aber mit der Abkürzung »Drs.« führen. Die Abkürzung »Drs.« erwecke den Eindruck des erfolgreichen Abschlusses einer oder mehrerer Promotionen.

Diesem Eindruck werde die in den Niederlanden verliehene Bezeichnung »doctorandus« bzw. »drs.« nicht gerecht. Diese Bezeichnung werde dort bereits mit Abschluss des zahnmedizinischen Studiums verliehen. Sie bedeute, dass erst noch eine Promotion abzuschließen oder zu erwarten sei. Daher handele es sich, so die Zahnärztekammer, bei der Verwendung der Abkürzung »Drs.« um irreführende Werbung.

Die Verhandlung beginnt am Mittwoch, 28. August, um 15 Uhr (Saal II).

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