Gütersloh: Verein kritisiert Vorgehen gegen Bisams und Nutria im Kreis
»Schwanzprämie ist widerlich«

Gütersloh (WB). Die sogenannte Bestandsregulierung von Bisams und Nutrias solle harmlos klingen, der Begriff das Leid der Tiere kaschieren. Die »Schwanzprämie« aber breche einem barbarischen Gemetzel Bahn, kritisiert der Verein »Achtung für Tiere«.

Samstag, 03.08.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 11:20 Uhr
Für den Schwanz einer solchen, »invasiven« Ratte gibt es im Kreisgebiet jetzt zehn Euro. Foto: dpa

»Bisams und Nutrias in der Lebendfalle der Jäger haben Todesangst«, sagt Vorsitzende Astrid Reinke. »Sie halten dem Menschen nicht Kopf, Herz oder Nacken hin, damit dieser, ohne gebissen zu werden, einen sicheren, sofort tödlichen Kugelschuss, Herzstich oder Nackenschlag ausüben kann. Das Tier muss dafür 100-prozentig fixiert sein. Das wäre für ein Wildtier qualvoll. Wie es genau vonstatten gehen soll, wurde mir auch auf mehrfache Nachfrage nicht beantwortet.«

Die Tierärztin ist sicher: »Mit Leichtigkeit könnte die Tiermedizin schonende Geburtenkontrolle für Wildtiere zur Verfügung stellen. Aber die ist politisch nicht gewollt.« Die Prämie von zehn Euro für einen abgehackten Schwanz zeige Verachtung: »Sie ist widerlich, verrohend und primitiv!«

Das Tötungsprogramm für Bisams und Nutrias sei ein archaischer Schlag gegen fühlende Lebewesen, ergänzt die stellvertretende Vorsitzende Frauke Albersmeier, die sich als Philosophin mit ethischen Fragen befasst. »Im Kreis Gütersloh erhalten Personen, die Tiere hassen, eine Möglichkeit mehr, dies auszuleben.

Der Verein ist unter Tel. 0152/27199234 erreichbar.

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