Projektskizze geht von 54 Monaten Bauzeit und 39,1 Millionen Euro hohen Kosten aus
Bundesstraße 61 erhält vier Spuren

Gütersloh/Bielefeld (WB). Der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 61 zwischen Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld-Ummeln ist das dritte, große Millionenbauprojekt des nächsten Jahrzehnts im Kreis Gütersloh – neben der TWE-Reaktivierung und den neuen Trassen der B 64.

Samstag, 27.07.2019, 08:15 Uhr aktualisiert: 27.07.2019, 10:34 Uhr
Für den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 61 sollen die Eichen zwischen Gütersloh und Bielefeld gefällt werden. Foto: Wolfgang Wotke

Einer Projektskizze des Bundesverkehrsministeriums zufolge wird dieser Ausbau viereinhalb Jahre dauern und 39,1 Millionen Euro kosten. Das Ministerium geht davon aus, dass der Verkehr auf der 9,9 Kilometer langen Strecke bis zum Jahr 2025 auf 24.000 Kraftfahrzeuge pro Tag ansteigen wird. In der bisher letzten Verkehrszählung wurden 2010 auf diesem Straßenabschnitt 20.201 Kraftfahrzeuge pro Werktag ermittelt.

In den Spitzenstunden seien der Querschnitt und die Knotenpunkte überlastet, was regelmäßig zu längeren Staubildungen an den Knotenpunkten und zu Behinderungen des Verkehrsflusses führe. Überholmöglichkeiten seien trotz des geraden Streckenzuges aufgrund der Verkehrsdichte und bestehender Überholverbote kaum möglich. Insbesondere der Knotenpunkt der B 61 / L 568 / K 5 – das ist die Kreuzung vor dem Tönnies-Konzern, kurz hinter der Auf- und abfahrt zur Bundesstraße 64 in Rheda – sei nicht mehr in der Lage, den Verkehr reibungslos zu bewältigen.

Überdurchschnittlich viele Unfälle

Der Streckenabschnitt weise eine überdurchschnittliche Unfallhäufigkeit auf. Hier sei eine befriedigende Lösung nur mit einem vierspurigen Ausbau der B 61 herzustellen. Durch den Anschluss des Zubringers Ummeln (A33/B61n) werde die Verkehrslast noch steigen.

Die Landestraßenbaubehörde Straßen NRW wartet auf den Startschuss aus Berlin und Düsseldorf, um konkret zu planen. Bisher gibt es weder eine Untersuchung möglicher Trassenvarianten noch die damit einhergehenden Umweltverträglichkeitsprüfungen. In der Projektskizze geht das Ministerium von einer geringen Umweltbetroffenheit aus, da vor allem landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen von einer Erweiterung der Fahrbahn betroffen seien.

In Gütersloh regt sich bereits erster Widerstand gegen das Projekt. Die Grünen kritisieren das Fällen der Eichenallee zwischen Gütersloh und Bielefeld.

Kommentare

Robert  wrote: 30.07.2019 12:49
Alles für die Autofahrer
Alle reden vom Klimaschutz und der Verkehrswende. Wir bauen Straßen aus, damit noch mehr Leute mit dem Auto statt mit der Bahn fahren. Von BI nach GT (und umgekehrt) fahren die Züge tagsüber in dichter Folge. Fahrtzeit: knapp 10 Minuten. Wenn dann nur noch diejenigen das Auto nehmen, die es wirklich brauchen, gäbe es auch ohne Ausbau der B61 kaum Staus. Aber 40 Mio. zahlen wir aus der Portokasse. Für ÖPNV und Bahn fehlt das Geld. Wo ist da die Logik?
Brackweder  wrote: 27.07.2019 14:30
Hurra!
Die A 33 wird gebaut!

wurde vor 50 Jahren gejubelt.
wenn es hier genau so schnell geht kann ich in 55 Jahren
die neue Straße beahren!

Wetten Dass?
Jörg  wrote: 27.07.2019 13:29
Nic begriffen
Für Radinfra haben wir kein Geld, keinen Platz und es fehlen die Planungsingenieure.
Ohh wait, für KFZ alles kein Problem.
Übrigens wer Straßen säht wird Verkehr ernten.
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