Stadthallen-Fassade: Ausschuss gegen höhere Kosten machtlos
Im Würgegriff des Booms

Gütersloh (WB/cabo). Die 17 Mitglieder des Gütersloher Kultur-Ausschusses unter Vorsitz von Hans-Peter Rosenthal (68, Grüne) haben die um etwa 700.000 Euro gestiegenen Kosten für die neue Stadthallen-Fassade am Donnerstagabend zähneknirschend zur Kenntnis genommen.

Freitag, 05.07.2019, 08:15 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 08:20 Uhr
Die Stadthalle Gütersloh wird eine neue, mehrere Millionen Euro teure Fassade erhalten. Foto: Carsten Borgmeier

In der jüngsten Sitzung des Gremiums berichtete ihnen Ralph Fritzsche als Kaufmännischer Betriebsleiter der Stadthalle in der Aula der Volkshochschule (VHS) an der Hohenzollernstraße zur aktuellen Ausschreibungslage. »Aufgrund des allgemeinen Baubooms in Deutschland ist die gesamte Branche überhitzt«, sagte Fritzsche. »Wir müssen inzwischen vier Mal einen Auftrag ausschreiben, bis sich eine Firma findet«, so der Kaufmann. Nicht nur das Fassaden-Projekt der Stadthalle werde deshalb nicht wie anfangs kalkuliert, 5,6 Millionen Euro kosten. Nach Angaben von Stadtbaurätin Nina Herrling wird derzeit mit 6,3 Millionen Euro netto kalkuliert. Dies entspreche einem Kostenzuwachs von 12,5 Prozent gegenüber der ursprünglichen Kalkulation von Januar 2018.

Zur Sprache kamen in diesem Zusammenhang auch andere Bauprojekte in der Stadt, die ebenfalls konjunkturbedingt teurer werden: Feuerwache und das Kunsthaus des Städtischen Gymnasiums (SG).

Auch andere Bauvorhaben werden teurer

»Wie stark steigen die Baukosten denn noch an?«, wollte Marita Fiekas (64, CDU) wissen, worauf niemand in der Runde eine Antwort zu geben wusste. Thomas Ostermann (66, SPD) mahnte, die Stadtverwaltung solle stärker auf die Kostenentwicklung achten, sie müsse ja nicht jeden Preis zahlen.

Hans-Peter Rosenthal hob einen positiven Aspekt hervor: Demnach belaufen sich die Fördergelder des Landes zur Stadthallen-Fassade auf 3,7 Millionen Euro. Der städtische Anteil liege also bei 2,6 Millionen Euro.

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