Schilder rücken Bauerschaft Blankenhagen in den Blickpunkt
Entlang der alten Grenze

Gütersloh (WB). Wo liegt eigentlich Blankenhagen? Wo verlief die Grenze der früheren Bauerschaft, bevor sie im Jahre 1910 in die Stadt Gütersloh eingemeindet wurde? Seit Kurzem wird es für alle Bürger sichtbar deutlich.

Freitag, 05.07.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 11:30 Uhr
Das Schild an der Straße Am Postdamm haben die Verantwortlichen bereits montiert: (vorne von links) Pfarrer i.R. Fritz Stegen und Thomas Ostermann sowie (hinten von links) Reinhard Welpmann und Martin Gerhard vom Bürgerverein Blankenhagen. Foto: Marie Berg

Der Bürgerverein Blankenhagen stellt gemeinsam mit der Radfahrgruppe Zum Guten Hirten rings um die knapp 1200 Hektar große Fläche Stadtteilschilder auf, insgesamt zwölf Stück. An der Holler Straße und der Kahlertstraße, beides Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen, stellte die Stadt Gütersloh die neuen Schilder auf. Am Mittwoch montierten Mitglieder des Bürgervereins das erste Schild an der Kreuzung Am Postdamm, Ecke Wulfersweg. Dabei waren Reinhard Welpmann, Thomas Ostermann, Martin Gerhard und Fritz Stegen, bis 2009 Pfarrer in der Gemeinde Zum Guten Hirten.

Aus Nordhorn und Blankenhagen wurde Gütersloh-Nord

In dieser Gemeinde hatte Reinhard Welpmann eine Radfahrgruppe gegründet. Seit 2008 leitet er jeden Sommer sechs Touren, darunter auch eine Schnatfahrt. »Die Teilnehmer wollten wissen, ob sie in Blankenhagen oder in Nordhorn wohnen«, sagte Reinhard Welpmann. »Heute heißt das Ganze Gütersloh-Nord.«

Schilder dokumentieren ehemalige Grenze

So entstand die Idee, entlang der ehemaligen Grenzen Schilder aufzustellen. Mediengestalter Lutz Hesker bekam den Auftrag, sie zu entwerfen. Angelehnt an das Stadtwappen in den Farben Grün und Blau symbolisieren sie die Stadt im Grünen, ein (Spinn-)Rad und die Flüsse Luther und Schlangenbach. Der Schriftzug »Blankenhagen seit 1222« verweist auf die erste Erwähnung des Namens. Den Akteuren aus dem 115 Mitglieder zählenden Bürgerverein wurde dabei erst bewusst: »Dann müssen wir ja bald die 800-Jahr-Feier planen«. Erste Ideen für das Jahr 2022 gibt es bereits.

Sponsoren helfen bei der Finanzierung

Die Kosten für die Schilder aus Aluminiumblech wurden von den Sponsoren Heinrich und Oliver Krümpelmann, Sparkasse und Volksbank übernommen. Ein übrig gebliebener Betrag soll für die 800-Jahr-Feier verwendet werden. Die Stadt Gütersloh spendierte die Haltestangen und die Betonfundamente.

Im Oktober wurde die Aufstellung der Schilder genehmigt, seit drei Wochen stehen die Standorte fest. »Jetzt weiß Thomas Ostermann auch, dass er nicht in Nordhorn, sondern in Blankenhagen wohnt«, scherzte Welpmann.

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