Briten-Wohnungen: Stadt Gütersloh reagiert auf neue Bima-Strategie Bund will selbst vermieten

Gütersloh (WB). Mit dem Abzug der Briten werden Ende des Jahres 300 Wohnungen an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zurückgegeben. Der Stadt ist zwar eine »kommunale Erstzugriffsoption« eingeräumt worden, doch diese wird wohl nur Ausnahmefällen greifen.

Von Michael Delker
An der Thomas-Mann-Straße will die Bundesanstalt selbst als Vermieter auftreten.
An der Thomas-Mann-Straße will die Bundesanstalt selbst als Vermieter auftreten. Foto: Carsten Borgmeier

Die Bima hat ihre Strategie geändert und will künftig eine stärkere Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung mit preiswertem Wohnraum übernehmen. Die Stadt hat deshalb neue Vorschläge zum Umgang mit den Briten-Wohnungen erarbeitet.

Die Bundesanstalt vermietet: Nach Angaben von Stadtbaurätin Nina Herrling wird die Bima die Wohnsiedlungen Thomas-Mann-Straße/Gerhard-Hauptmann-Straße (14 Doppelhaushälften und 89 Reihenhäuser) und Luisenstraße (4 Doppelhaushälften, 10 Reihenhäuser) kurzfristig an Wohnungssuchende vermieten. Ebenso soll ein Teil des Standorts Franckestraße durch die Bima vermietet werden. »Bezüglich der Miethöhe wird sich die Bima laut eigener Aussage am unteren Rand des geltenden Mietspiegels bewegen«, so Herrling in einer Hauptausschuss-Vorlage. Bei einem Verkauf zu einem späteren Zeitpunkt würden die Gebäude der Stadt für den kommunalen Erstzugriff angeboten.

Stadt kauft zur Weitervermarktung: Die Stadt erwirbt die Wohngebäude der Standorte Englische Straße (45 Einfamilienhäuser) und Hochstraße (4 Einfamilienhäuser) sowie einen Teil des Standortes Franckestraße zur Weitervermarktung. Beim letztgenannten Standort sei ein Nutzungskonzept zu erstellen, das die Aufteilung der Flächen für Grundstücke, Stellplätze und eine neu zu errichtende Kita aufzeige.

Stadt kauft Flächen zur Quartiersentwicklung: Da die vorhandenen Gebäude nicht alle Wohnbedarfe abdecken (es fehlen kleine und barrierefreie Wohnungen) will die Stadt den Standort Töpferstraße (76 Wohnungen) kaufen und einen städtebaulichen Wettbewerb zur Quartierentwicklung durchführen. Darüber hinaus werde die Bima geeignete Freiflächen zur Nachverdichtung anbieten.

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