Gütersloher Grundschulen befürworten Einrichtung von Hol- und Bringzonen
Elterntaxis werden ausgebremst

Gütersloh (WB). Stimmt die Politik zu, werden an den Gütersloher Grundschulen weitere Hol- und Bringzonen eingerichtet. Interesse haben bereits die Grundschulen Große Heide, Heidewald, Pavenstädt, Neißeweg, Isselhorst, Edith-Stein-Schule und Kapellenschule angemeldet.

Freitag, 07.06.2019, 05:17 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 05:20 Uhr
Zu den Hol- und Bringzeiten ist die Verkehrssituation vor Schulen oftmals angespannt. Foto: dpa

Im Frühjahr 2018 startete der Kreis Gütersloh das Pilotprojekt »Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an meiner Schule«. Die Grundschule Kattenstroth ist eine von kreisweit fünf Einrichtungen, die an dem Projekt teilnimmt. Die Erfahrungen sind positiv. »Das Verkehrsaufkommen vor den Schulen hat sich seit der Einweihung der Haltezonen deutlich reduziert«, berichtete Schulleiterin Heike Neef vor einigen Wochen bei einer Zwischenbilanz.

Auf Antrag der Grünen sollen nun weitere Schulen ins Boot geholt werden, dieses Mal unter Federführung der Stadt Gütersloh. Aus dem Topf zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs würde die Stadt 60.000 Euro bereitstellen, jedoch hält die Erste Beigeordnete Christine Lang weitergehende Maßnahmen für erforderlich. »Die Einrichtung von Hol- und Bringzonen allein führt nicht zum gewünschten Erfolg, zumal derartige Einrichtungen nicht an allen Schulen umsetzbar sein werden«, erklärt sie in einer Ausschussvorlage.

Eltern sollen sich zu Gefahrenstellen äußern

Eine Reduzierung des Autoverkehrs an Schulen könne nur durch eine Änderung des Elternverhaltens und eine entsprechende Akzeptanz erreicht werden. Hierfür müsse in einer Elternbefragung ermittelt werden, wo sie Gefahrenstellen oder Schwachstellen auf dem Schulweg ihrer Kinder sehen. Parallel dazu sei eine intensive Begleitung der Kinder durch die Schule vorzunehmen. Das Projekt müsse in die Unterrichtsgestaltung mit einfließen. Auch seien Elternabende vorzunehmen und auszuwerten.

Beim Projekt des Kreises war bei fünf teilnehmenden Schulen ein Personalumfang von 0,5 bis 0,75 Stellen notwendig. Lang stellt klar, dass bei der Stadt Personal in diesem Umfang derzeit nicht zur Verfügung steht. Mit der Projektbetreuung könne ein externes Ingenieurbüro beauftragt werden. Kosten: 7000 Euro je Schule.

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