Warum die Stadt Gütersloh erstmal am Gelben Sack festhalten will
Mischsystem nicht durchsetzbar

Gütersloh (WB). Gelber Sack oder Gelbe Tonne? Seit Monaten ringen Politik und Stadt mit dieser Frage. Die Erste Beigeordnete Christine Lang gibt nun eine Empfehlung ab. Sie will erstmal an den Gelben Säcken festhalten.

Donnerstag, 06.06.2019, 07:24 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 07:30 Uhr
Schlechte Sackqualität und in den Geschäften zu schnell vergriffen: Das sind die Hauptkritikpunkte, die von Gütersloher Bürgern in den vergangenen Jahren geäußert wurden. Foto: dpa

Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Umfrage hatte zu keinem eindeutigen Ergebnis geführt. 50 Prozent sprachen sich für den Gelben Sack und die anderen 50 Prozent für die Gelbe Tonne aus. »Dieses Ergebnis spricht eigentlich für ein Mischsystem«, erklärt Lang in einer Umweltausschuss-Vorlage. Ein Mischsystem sei jedoch beim Dualen System derzeit nicht durchsetzbar. Gegen entsprechende Rahmenvorgaben von Kommunen würden ausnahmslos Widersprüche eingelegt, und sie würden verwaltungsgerichtlich angefochten.

Wie soll es nun in Gütersloh weitergehen? Hauptkritikpunkte waren in der Vergangenheit die schlechte Sackqualität und die unzureichende Verfügbarkeit der Säcke. In der aktuellen Ausschreibungsperiode (1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020) habe sich die Qualität der Säcke zwar spürbar verbessert. »Die Verfügbarkeit der Säcke ist allerdings nach wie vor verbesserungswürdig«, so Lang. Hier will die Stadt ansetzen.

Flächendeckende Verfügbarkeit ist das Ziel

In der zweiten Jahreshälfte stehen Gespräche mit dem Dualen System an, weil im kommenden Frühjahr die Ausschreibung für die Jahre 2021 bis 2023 erfolgen soll. »Es soll über eine weitere Steigerung der Sackqualität und über eine Sicherstellung der flächendeckenden Verfügbarkeit der Säcke verhandelt werden«, kündigt die Erste Beigeordnete an. Natürlich solle auch die Möglichkeit der Sammlung über ein Mischsystem angesprochen werden. Darüber hinaus werde in den Verhandlungen schon jetzt darauf hingewiesen, dass eine Systemumstellung für die übernächste Ausschreibungsperiode (1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2026) erneut geprüft werde.

»Dieses Vorgehen hätte den Vorteil, dass abgewartet werden kann, welche Möglichkeiten letztendlich durchsetzbar sind«, so Christine Lang. Weil die Verhandlungen mit dem Dualen System im zweiten Halbjahr laufen, sei eine politische Entscheidung noch vor den Sommerferien erforderlich.

Der Umweltausschuss beschäftigt sich am Montag, 17. Juni, 17 Uhr, mit dem Thema.

 

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