Wie eine Stiftung seit zehn Jahren versucht, eine Branche voranzutreiben
So angesagt ist Maschinenbau

Gütersloh (WB). Ministerpräsident Armin Laschet grüßt per Videobotschaft und hunderte Geschäftsmänner applaudieren: Sie feiern das zehnjährige Bestehen der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. Doch was macht diese Stiftung überhaupt?

Mittwoch, 05.06.2019, 15:15 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 16:00 Uhr

»Unser Auftrag ist es, den Nachwuchs zu begeistern.« Dieser Satz prangt groß in weißer Schrift auf der Leinwand. Die Stiftung will also junge Menschen für den Maschinen- und Anlagenbau gewinnen. Bei Janosch Ruhose (16), Kira Hardekopf (15) und Kirill Bechter (15) von der Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück hat’s schon geklappt. Auf der Feier haben sie ein Modell-Rennauto zusammengebaut. »Mein Bruder hat Maschinenbau studiert, und ich kann mir in der Richtung auch ein duales Studium vorstellen«, sagt Kira. Was sie von der Feier hält? »Die Veranstaltung finde ich cool!«

Lehrer müssen lernen

Damit Kira und ihre Mitschüler auch Maschinenbau cool finden, hat die Stiftung einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Beratung, Weiterbildung und Qualifizierung von Ausbildern und Lehrkräften gelegt. Oder wie Carl Martin Welcker, Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, sagt: »Wir wollen bessere Schulen, durch bessere Lehrer und bessere Lehrkräfte.«

Denn der Fachkräftemangel habe an Dramatik gewonnen. »Mir ist bis heute schleierhaft, warum jemand eine Ausbildung als Friseur macht, wo doch Mechatroniker überall gesucht werden«, sagt Welcker. Landtagspräsident André Kuper beschreibt die Stiftung als »überragendes Beispiel für unternehmerische Verantwortung« und dankt dem »bienenfleißigen« Stiftungsgründer Peter Bole. Wieder klatschen die 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Bildung im Theater.

Laser statt Schaumstoff

Einen Blick voraus wirft Steffen Kampeter. »Wir müssen bei der Digitalisierung mehr Gas geben«, sagt der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Anhand seines Gewichts zeigt er, was Digitalisierung bedeutet. »Ich bin zu dick und habe Probleme mit den Füßen«, sagt Kampeter. Früher habe er für seine Einlagen noch in Schaumstoff steigen müssen, heute gibt’s die Abmessung per Laser. Um weniger Arbeitsplätze müsse sich deshalb keiner fürchten.

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