Pavenstädter Feldbogenturnier: Märchenkulisse begeistert Teilnehmer
Hexe und Wolf im Visier

Gütersloh (WB). Rotkäppchen gibt’s leider nicht mehr. Zu viele fehlgesteuerte Pfeile hatten der beliebten Märchenfigur aus Schaumgummi im vergangenen Jahr den Garaus gemacht. Dafür aber präsentieren die Bogenschützen des SV Pavenstädt bei ihrem diesjährigen 3 D-Turnier erstmals eine finster dreinschauende Hexe mit Kessel.

Dienstag, 04.06.2019, 05:15 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 05:40 Uhr
Sie lassen sich nicht verhexen: Michael Meierhoff (links) und Jean Pascal Thiessat, 1. Vorsitzender der Pavenstädter Bogenschützen, präsentieren mit einem Lächeln die im Kessel rührende Hexe. Eine neue Figur im Pavenstädter »Märchenwald«. Foto: Uwe Caspar

Pavenstädter Feldbogenturnier

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Foto: Uwe Caspar
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Die gefürchtete Buckel-Frau erwärmt ihr Kräutergefäß mit einem Feuerchen. Natürlich kein echtes: Ein Ventilator lässt auf Knopfdruck die imaginären Flammen aus Papier hochwirbeln. Der zweite Clou: Eine Standuhr, aus der eines der sieben Geislein auf den vor dem Chronometer liegenden bösen Wolf guckt. »Die Uhr mit Gongschlag geht noch«, freut sich Jean Pascal Thiessat, der seit 2018 die Pavenstädter »Robin Hoods« führt, über das tickende Schnäppchen aus dem Internet.

Attrappen sind erst nach mehr als 1000 Schüssen schrottreif

Um die Attrappen, die erst nach mehr als 1000 Schüssen schrottreif sind, kümmert sich hauptsächlich Andreas Brüffer. Der 2. Vorsitzende wird beim Turnier auch getroffen – ein Insektenstich lässt seinen linken Fuß mächtig anschwellen. Der 47-Jährige kühlt den »Flunken« in einem Wassereimer und verfolgt das Event mit insgesamt 150 Teilnehmern von seinem Klappstuhl aus. So schafft es Brüffer nicht mehr in die Mitte des Wäldchens, wo auf die Schützen eine besondere Aufgabe wartet: Auf der hin und her schwankenden »Slagline«, auch Spanntuch genannt, kann man beim Anlegen und Spannen des Bogens schnell aus dem Gleichgewicht geraten. »Das erfordert höchste Konzentration«, meint der aus Höxter angereiste Günter Fusch, bevor er auf dem wackeligem Untergrund den Pfeil schwirren lässt. In seiner Gruppe schießen auch Ulla Hülser, die in der Bernhard-Salzmann-Klinik arbeitet, und ihr Ehemann Thomas Bachmann mit. Beide sind die einzigen heimischen Starter. »Unsere eigenen Schützen dürfen nicht mitmachen, weil wir sie für die Organisation dieser Veranstaltung brauchen«, erklärt Jean Pascal Thiessat.

Bogensport wird in unserer Klinik auch als Therapie eingesetzt.

Ulla Hülser

Hülser und Bachmann ziehen erst seit zwei Jahren die Pfeile aus dem Köcher. »Bogensport wird in unserer Klinik auch als Therapie eingesetzt. So bin ich darauf gestoßen«, erzählt Ulla Hülser. Für die 58-Jährige und ihren Mann (56) ist das Turnier am Kompostwerk der erste Wettkampf überhaupt. Und für die Dame läuft’s auf Anhieb prima: Nach Platz drei belegt Hülser tags darauf sogar Rang eins in der Langbogen-Klasse. Seit gestern macht das Paar Urlaub – erst in Bayern, dann in Österreich. Zielsicher haben sie zwei Orte gewählt, wo sie ihrer Bogen-Passion nachgehen können. Entspannen und Spannen.

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