Vorsicht vor Betrügermasche – das sind die Top-Themen der Verbraucherzentrale
Häufig Ärger mit Inkasso

Gütersloh (WB). Immer wieder flattern bei Güterslohern die Inkasso-Forderungen in den Briefkasten. Einige sind berechtigt, andere sind reine Betrügermasche. Das gilt es zu beachten.

Dienstag, 04.06.2019, 15:15 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 15:20 Uhr
Jutta Hülsmann und Julian Lambracht von der Verbraucherzentrale Gütersloh stellen den Jahresbericht 2018 vor. Foto: Hendrik Fahrenwald

Vorab, egal ob berechtigt oder Betrug: »Es lohnt sich immer ein Blick auf das Schreiben des Inkassobüros«, rät Jutta Hülsmann von der Gütersloher Verbraucherzentrale. Im vergangenem Jahr zählte sie 41 unterschiedliche Unternehmen aus ganz Deutschland, die Forderungen an Gütersloher stellten. 2017 waren es noch 34 Inkassobüros. Der Grund für den Anstieg: »Einige Firmen mahnen nicht mehr selber, sondern geben es gleich an ein Inkassobüro weiter«, sagt Julian Lambracht von der Verbraucherzentrale.

 

Vergütung wie ein Anwalt

Ist die Mahnung berechtigt, sollte man dennoch auf die Höhe der Forderungen achten. Gebühren könnten überhöht sein. Dies liegt daran, dass die Inkassofirmen bei den Gebühren grundsätzlich den Vergleich zur Vergütung von Rechtsanwälten machen. In einigen Fällen würden sie allerdings eine unverhältnismäßig hohe Gebühr für ein routinemäßiges Schreiben verlangen, sagt Hülsmann. So komme es zu aufgeblasenen Inkassoforderungen. Weiteres Problem: »Manchmal sind die Forderungen an sich auch nicht berechtigt«, sagt Hülsmann. Dann etwa, wenn plötzlich Gebühren aus vergangenen Gewinnspielen, die man gar nicht abgeschlossen hat, eingetrieben werden sollen. »Einige Firmen versuchen auf schnelle, aber nicht seriöse Art und Weise Geld zu verdienen«, sagt Hülsmann.

 

Nicht in den Keller lassen

Inkasso war eins der Top-Themen der 4374 Beratungen in Gütersloh 2018. Das Thema gehört zur Rubrik Allgemeine Dienstleistungen, die erstmals seit Jahren die Beratungen zu Telefon- und Internetproblemen an der Spitze ablöste. Kurios: Ungewollte Wechsel des Energieversorgers und Vertragsumstellungen machten den Güterslohern auch zu schaffen. Personen geben vor der Haustür oder am Telefon aus, dass sie von den Stadtwerken seien, um damit an Zählerstand und -nummer zu kommen. Dies ermöglicht ihnen, den Vertrag ohne Zustimmung des Betroffenen zu ihrem Gunsten zu wechseln.

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