Alte Wagen stehen nicht mehr auf Gleis 13 – keiner wollte die Wuppertaler Waggons
Wo ist die Schwebebahn geblieben?

Gütersloh (WB/hf). Fast genau zwei Jahre lang stand die Schwebebahn fest verankert auf der Großbaustelle Gleis 13. Seit zwei Wochen ist sie weg. Auf Anfrage dieser Zeitung gab nun die Firma Hagedorn als Besitzer der Schwebebahn bekannt, was mit dem ausrangierten Stück passiert ist.

Mittwoch, 08.05.2019, 13:43 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 13:46 Uhr
Fast exakt zwei Jahre lang hatten Borchard Gruppe und Unternehmsgruppe Hagedorn diese Wuppertaler Schwebebahn auf dem Gleis-13-Areal abgestellt. Foto: Michael Delker, Wolfgang Wotke

»Irgendwann werden wir sie einem Kindergarten schenken«, sagte Revital-Geschäftsführer Rick Mädel 2017. Da war er noch zuversichtlich, dass die Waggons auf Interesse stoßen. Doch als Hagedorn unter anderem Kindergärten anfragt, ob sie die Schwebebahn haben wollen, bekommt die Unternehmensgruppe lauter Absagen. »Wir haben überall nachgefragt, wir hätten sie auch verschenkt, aber wir haben niemanden gefunden«, sagt Sprecherin Tina Gutmann. Fast ein halbes Jahr hätte die Suche gedauert. Zuletzt gab es einen Interessenten, der aber keine Baugenehmigung für die Schwebebahn bekam. Schließlich kann man sich die Wagen mit einer Gesamtlänge von 24 Metern nicht einfach so ohne Fundament und Baugenehmigung in den Garten stellen.

Bahn ist schon Schrott

Wer nun sein Interesse an der Schwebebahn anmeldet, geht leer aus. »Die ist schon Schrott«, sagt Tina Gutmann. Fachgerecht sind die Wagen »schweren Herzens« im Gütersloher Wertstoffzentrum verschrottet worden. Der Festpreis für die Schwebebahn betrug 2017 5000 Euro. »Das ist in etwa der Schrottwert«, sagte Wuppertal-Stadtwerke-Sprecher Holger Stephen damals. Allerdings sei es damit für den Käufer nicht getan: Allein der Transport der zerlegten Wagen auf Tiefladern im Stadtgebiet koste rund 2000 Euro.

Bau des Haus 1 des Gebäudeensembles beginnt

Die Borchard Group und die Unternehmensgruppe Hagedorn hatten die Bahn ersteigert und mit schwerem Gerät von Wuppertal über die Autobahn bis in die neue Heimat befördert. Die alten Wagen der Linien 6 und 12 dienten als Bauleiterbüro, für Veranstaltungen oder Feste waren sie zu buchen. Von der Großbaustelle musste die Schwebebahn verschwinden, weil der Bau des Haus 1 des Gebäudeensembles beginnt.

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