Gütersloh: Polizei vermutet Täter in einem kleinen Wald in Tatortnähe – mit Video Räuber ist weiter auf der Flucht

Gütersloh (WB). Der Räuber, der am Dienstag-Nachmittag zwei Angestellte eines Lebensittelmarktes in Gütersloh mit einer Waffe bedroht hat, ist weiter auf der Flucht. Die Polizei vermutete am Dienstag, dass er sich in einem kleinen Wald in Tatortnähe versteckt. »Es gibt einige vage Hinweise, wir ermitteln weiter«, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen.

Von Carsten Borgmeier
Die Beamtin in der Mitte hat ihre Waffe gezogen, der Polizist links ist sogar mit einer Maschinenpistole und Doppelmagazin im Einsatz: So gesichert, versucht eine Diensthundeführerin mit ihrem belgischen Schäferhund, den Räuber zu stellen.
Die Beamtin in der Mitte hat ihre Waffe gezogen, der Polizist links ist sogar mit einer Maschinenpistole und Doppelmagazin im Einsatz: So gesichert, versucht eine Diensthundeführerin mit ihrem belgischen Schäferhund, den Räuber zu stellen. Foto: Carsten Borgmeier

Mit mehreren Streifenwagen ist das Areal beiderseits des Bahndamms zwischen zwei Tankstellen abgesperrt. Zahlreiche Polizisten – einer von ihnen trägt sogar eine Maschinenpistole – riegeln das von dichtem Buschwerk bewachsene Areal ab. Immer mehr Schaulustige strömen herbei, der Verkehr kommt ins Stocken.

In dem Gestrüpp soll sich ein Räuber verstecken, der zuvor gegen 15 Uhr in unmittelbarer Nähe an der Rhedaer Straße zwei Beschäftigte (21 und 23 Jahre alt) eines Feinkostgeschäfts überfallen hat, als sie die Tageseinnahmen zur Bank bringen wollen. Nach Aussagen von Zeugen flieht der Tatverdächtige anschließend über die Gleise, zuletzt wird er demnach gesehen, wie er in dem Wäldchen abtaucht.

Ein Verdächtiger darf wieder gehen

Die Polizisten, die kurze Zeit später das Gelände abgeriegelt haben, warten auf Hilfe aus der Luft. Die kommt dann kurze Zeit später angeschwebt: In geringer Höhe von schätzungsweise hundert Meter überfliegt ein Polizei-Hubschrauber aus Dortmund das Buschwerk. Unter seinem Rumpf trägt der Helikopter eine Wärmebildkamera, mit der der Räuber in seinem Versteck ausfindig gemacht werden soll.

Vor Ort geben sich die Beamten wortkarg. Ob durch den Hubschrauber die gesuchte Person lokalisiert werden konnte – »Auskünfte nur von der Pressestelle«, sagt ein Polizist kurz und knapp.

Als der Helikopter abdreht, ist auch schon ein Suchhund aus Warendorf eingetroffen. Eine Polizistin hat ihre Waffen gezogen, auch der Beamte mit der Maschinenpistole ist zur Sicherung dabei, als die zwei Diensthundeführer mit ihrem belgischen Schäferhund mehrmals das Unterholz durchstreifen. Ohne Ergebnis, der Räuber bleibt bis zum gestrigen Redaktionsschluss verschwunden.

Im Rahmen der Fahndung fällt ein verdächtiger Mann auf, der mit zur Wache kommen muss. Er darf aber wieder gehen, kommt für den Raubüberfall offenbar nicht in Betracht.

Die Polizei fahndet weiter. Gesucht wird nach einem etwa 25 Jahren alten Mann. Zum Tatzeitpunkt gegen 14.40 Uhr soll er einen grauen Kapuzenpullover und eine schwarze Jogginghose getragen haben. Der etwa 1,90 Meter große Tatverdächtige soll sich mit einem dunklen Schal und einer Sonnenbrille maskiert haben. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 05241/8690 bei der Polizei zu melden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6562036?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F