Gütersloh: Sozialausschuss stimmt dem Bau zwei neuer Flüchtlingsheime zu
Holzheide bekommt Zuwachs

Gütersloh (WB). Gegen die fünf Stimmen von SPD und Linken setzen die acht von CDU und BfGT den Neubau von zwei Holzrahmenbauten für 60 Flüchtlinge in der Holzheide durch. Die beiden Grünen enthalten sich, obwohl sie die Sorgen der Neubaugegner teilen.

Freitag, 05.04.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 11:20 Uhr
So sieht eine von zwei Flüchtlingsunterkünften in der Holzheide aus. Auf Vorschlag der Stadt hin sollen zwei weitere hinzukommen. Foto: Carsten Borgmeier

60 allein stehende Männer sollen in eine Siedlung ziehen, in der sowieso schon zwei Flüchtlingsheime und die städtischen Obdachlosenheime stehen? Die durch den Verkauf des ehemaligen städtischen Altenheimes und der Aufgabe der Siedlung Parsevalstraße entstehende Wohnungsnot hat die Stadt von ihrer bisher verfolgten dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen abweichen lassen. Christa Kockentiedt (SPD) wirft der Verwaltung vor, Alternativen in Wohngebieten wie jene hinterm Kreishaus, an der Ahornallee und an der Buschstraße nicht ausreichend geprüft zu haben. Christiane Ziegele (BfGT) und Gitta Trostmann (Grüne) fordern eine stärkere Betreuung und den Einsatz von Sicherheitsdiensten in der Nacht. Einen Schutz, den Ina Laukötter (CDU) durch das im vergangenen Jahr beschlossene Konzept zum »sicheren und sozialen Miteinander« gewährleistet sieht.

Den Ausschlag für die Zustimmung gibt die bisherige Erfahrung in der Holzheide. Das Zusammenleben von Obdachlosen und Flüchtlingen funktioniere. Von einem »Ghetto« könne keine Rede sein.

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