Neues Flaggschiff der Feuerwehr Gütersloh kostet 250.000 Euro
Rettungswagen mit blauem Traumalicht

Gütersloh (WB). Die Freude ist groß beim Rettungsdienst der Feuerwehr Gütersloh: Ein moderner, 250.000 Euro teurer Rettungswagen (RTW) ist seit einigen Tagen auf den Straßen unterwegs.

Freitag, 05.04.2019, 03:15 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 07:08 Uhr
Die Notfallsanitäter Christoph Wienströer (links) und Tobias Becker fahren den neuen Rettungswagen in Gütersloh. Er ist einer von sechs RTW. Foto: Wolfgang Wotke

Ausgestattet ist das Fahrzeug mit mehreren Rundumkameras, einem zusätzlichen Begleiterstuhl und blauem Traumalicht im Patientenraum. Er sei die neueste Generation der Sprinter von Mercedes Benz, sagt Andreas Pollmeier, Leiter des Rettungsdienstes, und verfüge über eine ganze Reihe an Neuheiten und damit über mehr Sicherheit. Der RTW hat zum Beispiel ein Backeye-360-Grad-System. Das sei eine Kombination aus Kameras und einem Monitor. Pollmeier: »Vier Ultraweitwinkel-Kameras erlauben dem Fahrer einen Rundumblick auf das gesamte Fahrzeug und stellen ihn auf dem Monitor dar.« Bei Bedarf könne der Blick von vorne, seitlich und hinten angezeigt werden. »Es gibt also keine toten Winkel mehr. Das System vermeidet somit auch Kollisionen mit Personen und Gegenständen«, berichtet Tobias Becker, Oberbrandmeister und Notfallsanitäter bei der Berufsfeuerwehr Gütersloh.

Blaues Traumalicht im Patientenraum sorgt für die Reduzierung psychischer Belastungen schwer verletzter Personen.

Blaues Traumalicht im Patientenraum sorgt für die Reduzierung psychischer Belastungen schwer verletzter Personen. Foto: Wolfgang Wotke

Das Rettungsfahrzeug hat nicht nur ein erweitertes Blaulicht über der Fahrerkabine, sondern auch an den Seiten der Stoßstangen, damit man beim Einbiegen in den Bereich hineinblinken kann. Im Patientenraum befindet sich ein blaues Traumalicht. Pollmeier: »Es bewirkt die Reduzierung psychischer Belastung schwer verletzter Personen und ist vor allem auch für längere, nächtliche Transporte von Vorteil. Neu ist auch die verbesserte Schnellentnahme für das Notfallmaterial. Dafür sorgen zwei große Fächer am RTW, die geschwind geöffnet werden können. »Das erleichtert unsere Arbeit während eines Einsatzes enorm«, erklärt Pollmeier.

Fabrikneu ist auch ein zusätzlicher, ausklappbarer Begleiterstuhl im Patientenraum. Der ermöglicht die Mitnahme von Auszubildenden in der Notfallsanitäterausbildung. Bei der Berufsfeuerwehr, so Andreas Pollmeier, seien zum 1. September zwei Ausbildungsplätze geschaffen worden. Es habe mehr als 50 Bewerber gegeben. Das neue Notfallsanitätergesetz (NotSanG) von 2014 habe das Berufsbild neu geregelt, um den gestiegenen Anforderungen der Notfallversorgung gerecht zu werden. Künftig übernehmen Notfallsanitäter die Versorgung von verletzten und erkrankten Personen.

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