Antworten soll der Gütersloher Kreishospiztag am 16. März liefern
Wie geht eigentlich Sterben?

Gütersloh (WB). Mein Haus, meine Familie, mein Garten. Viele haben eine Vorstellung wie sie leben wollen. Wie sie sterben wollen, wissen nur wenige.

Donnerstag, 07.03.2019, 15:16 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 15:32 Uhr
Sie machen Hospizarbeit transparent: Silke Schadwell (links) und Irmgard Wimmelbücker zeigen den Flyer zum Hospiztag am 16. März in Gütersloh. Zu diesem werden auch die Vertreter der verschiedenen Ortsgruppen (von links): Jenny Schimmel, Irene Mix, Ingrid Handreka, Karin Lingnau, Monika Schultz, Kerstin Zemski, Ulrike Stumpe und Bruno Depenbusch kommen. Foto: Hendrik Fahrenwald

Das Ziel dies zu ändern, hat der Gütersloher Kreishospiztag am 16. März. Ein weiteres Vorhaben: Die Hospizarbeit soll transparent gemacht werden. Doch wer interessiert sich dafür? »Sterben geht alle etwas an«, sagt Bruno Depenbusch vom Ortsverein Rietberg. Viele Menschen hätten allerdings immer noch Angst, sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen.

»Die Verdrängung des Themas ist immer noch groß«, sagt Ulrike Stumpe. Sie arbeitet ehrenamtlich in der Ambulanten Hospizgruppe Verl. Dort engagiert sich auch Jenny Schimmel. Sie hat eine klare Absicht: »Das Sterben muss in die Lebenszeit eingebettet werden.« Einige seien damit überfordert. Für diejenigen, die sich interessieren, sei der kreisweite Hospiztag da, sagt die Koordinatorin Silke Schadwell.

Vortrag und Theaterstück

Mit ihren Mitarbeitern lädt sie am Samstag, 16. März, von 9.30 bis 14 Uhr in die Gütersloher Anne-Frank-Schule, Saligmannsweg 40, ein. Arnold Bergmann, Vorsitzender des Hospiz- und Palliativ-Vereins Gütersloh und Monika Paskarbiet, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh, begrüßen die Teilnehmer.

Zu dem Thema Umsorge von schwer erkrankten und sterbenden Menschen am Lebensende hält Palliativmediziner Dr. med. Georg Bollig ab 10 Uhr einen Vortrag. Ab 11.30 Uhr findet eine Informationsbörse der einzelnen Hospizvereine des Kreises statt. »Die erste Hälfte der Veranstaltung, richtet sich vor allem an Menschen, die sich noch nicht mit dem Thema des Sterbens auseinandergesetzt haben«, sagt Schadwell. »Das Solo-Theaterstück »Bis zum letzten Augenblick« soll ab 12.30 Uhr ein Beispiel für den persönlichen und sozialen Umgang mit dem Sterben und dem Tod geben. Gegten 14 Uhr endet die Veranstaltung.

Alle zwei Jahre findet der Hospiztag in Gütersloh statt. Der Tag ist ein Gemeinschaftsprojekt aller Hospizgruppen im Kreis Gütersloh.

Sterbebegleitung lernen

Darüber hinaus bietet der Hospiz- und Palliativ-Verein Kurse zur Begleitung von schwer erkrankten und sterbenden Menschen an. So findet das kostenlose Seminar »Letzte Hilfe« am Samstag, 18. Mai, von 9 Uhr bis 13 Uhr statt. Weitere Informationen zu Basiskursen oder Fallseminare des Vereins gibt es hier.

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