Gütersloh: Neuer Markt an Brockhäger Straße verdrängt keine anderen Anbieter
Aldi sprengt bisherige Flächenmaßstäbe

Gütersloh (WB). Der neue Aldi an der Brockhäger Straße wird aller Voraussicht nach einen Umsatz von 4,5 Millionen Euro im Jahr erzielen. Das entspricht 16,6 Prozent des Jahresumsatzes, der im gesamten Nahversorgungszentrum an der Brockhäger Straße erwirtschaftet wird. Und 4,1 Prozent des Nachfragepotenzials in Teilen Pavenstädts und Blankenhagens.

Dienstag, 05.03.2019, 05:15 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 05:20 Uhr
Der neue Aldi-Markt an der Brockhäger Straße wird gut 4,5 Millionen Euro im Jahr umsetzen. Damit bleibt er trotz seiner ungewöhnlichen Größe für Nachbarmärkte verträglich.

Diese Zahlen hat sich die Stadt in einem Gutachten der Unternehmens- und Kommunalberatung Dr. Lademann & Partner ausrechnen lassen, bevor sie dem Neubau in einer Vorlage an den Planungsausschuss zustimmte. Denn die mit 1720 Quadratmeter gewünschte Verkaufsfläche ist nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer ein »Quantensprung in der Verkaufsflächengrößenordnung«, der sowohl die bisherigen Größenklassen solcher Märkte sprenge als auch die im Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt festgelegten Werte. In ihrer Einschätzung auf diesen Einwand weist die Stadt darauf hin, dass zu diesen 1720 Quadratmetern auch 327 Quadratmeter Verkehrsfläche hinzuzurechnen sind, also der Raum, den Parkplätze, die Auffahrrampen und der Eingang samt Windfang in Anspruch nehmen. Die tatsächliche Ladenfläche liege nach Abzug dieser Werte bei 1395 Quadratmeter und nähere sich damit bisher üblichen Plandaten an.

Nahversorgungszentrum wird gestärkt

Den Berechnungen der Gutachter zufolge wird der neue Aldi dem Combi-Markt im gegenüberliegenden Nahversorgungszentrum etwa sieben Prozent des Jahresumsatzes kosten. Der etwas weiter entfernt liegende Jibi-Einkaufsmarkt (Blankenhagener Weg) und Edeka-Schenke an der Kahlertstraße würden etwa sechs Prozent einbüßen. Das seien allesamt Werte, die unterhalb gesetzlicher Abwägungsschwellenwerte blieben und zu keiner Funktionsstörung innerhalb des bestehenden Angebotes führten. Für das Nahversorgungszentrum an der Brockhäger Straße sagen die Gutachter sogar eine Stärkung voraus.

Auf Einspruch der Kreispolizeibehörde hin darf nur der Lieferverkehr den Aldi von der Brockhäger Straße aus an- und abfahren. Kunden werden von der Haegestraße aus auf Parkplatz und Pardeck des neuen Aldis geführt.

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