Der Gütersloher soll Kollegen mit Migrationshintergrund permanent so angesprochen haben
Polizist nennt Kollegen »Türk«

Gütersloh (WB/ca). Die Kreispolizei Gütersloh ist gegen einen Beamten der Leitstelle vorgegangen. Er soll einen Kollegen mit Migrationshintergrund permanent mit »Türk« angesprochen haben. Andere Kollegen sollen nicht eingeschritten sein.

Montag, 04.03.2019, 05:24 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 06:18 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Der Polizist mit ausländischen Wurzeln brachte den Vorgang schließlich zu Papier. So erfuhr die Behördenleitung von den Vorfällen. Sie zog den beschuldigten Polizisten aus der Leitstelle ab, wertete das Schreiben als Strafanzeige und informierte die Staatsanwaltschaft Bielefeld. Die prüfte den Fall und entschied, dass es nicht strafbar sei, jemanden »Türk« zu nennen. Polizeisprecherin Corinna Koptik: »Die beiden Polizisten haben sich dann mit ihren Vorgesetzten zusammengesetzt, die Sache besprochen und bereinigt.« Gegen den beschuldigten Polizisten sei eine Disziplinarstrafe verhängt worden, er dürfe inzwischen wieder auf der Leitstelle arbeiten.

2014 hatte der Fall einer deutsch-türkischen Polizeischülerin (23) Schlagzeilen gemacht. Sie war an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln von etlichen angehenden Polizisten gemobbt, erniedrigt und beleidigt worden. Ein Kommissaranwärter (19) wurde entlassen.

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