Arbeitsmarkt im Kreisgebiet brummt – Finanzämter nehmen 2,7 Milliarden Euro ein
Steueraufkommen rekordverdächtig

Gütersloh (WB). Die für das Kreisgebiet zuständigen Finanzämter Gütersloh und Wiedenbrück haben 2018 Steuern in Höhe von 2,7 Milliarden Euro eingenommen. Das sind 4,33 Prozent mehr als 2017, was einem Plus von 114,4 Millionen Euro entspricht.

Sonntag, 03.03.2019, 15:15 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 15:20 Uhr
Annalena Torweihe-Francois, Markus Berger, Stephan Spies und Heidrun Banse (von links) haben am Freitag im Finanzamt Gütersloh das gestiegene Steueraufkommen des vergangenen Jahres im Kreisgebiet erläutert. Foto: Carsten Borgmeier

Dieses Ergebnis liegt nach Auskunft der Vorsteher Stephan Spies (Gütersloh) und Markus Berger (Wiedenbrück) deutlich über dem Trend der Finanzämter in Ostwestfalen (plus 0,76 Prozent) und knapp über dem des Landes NRW (plus 4,05 Prozent). Gemeinsam mit ihren Stellvertreterinnen Annalena Torweihe-Francois (Wiedenbrück) und Heidrun Banse (Gütersloh) haben die Chefs der beiden Finanzämter jetzt Bilanz gezogen.

Deutlich über dem Trend

»Schaut man auf die vergangenen zehn Jahre, so sind die Steuereinnahmen in unserer wirtschaftsstarken Region um 30 Prozent gestiegen«, so Spies. »Die Steuereinnahmen steigern sich weiter auf ganz hohem Niveau«, führte der Vorsteher weiter aus, »dazu tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen bei.«

Lohnsteuer sprudelt

Grundlagen des Anstiegs der Steuereinnahmen seien die anhaltend positive Entwicklung des Arbeitsmarkts sowie steigende Löhne im Schnitt um drei Prozent gewesen, ergänzte der Wiedenbrücker Amtskollege Markus Berger. Daraus habe ein fortgesetzter Anstieg des Aufkommens aus der Lohnsteuer resultiert, der beim gesamten Steueraufkommen 44 Prozent ausmache, so Berger. 2018 seien im Kreis rund 6800 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden.

Gesunde Unternehmen

Die Aufwärtsentwicklung der Einnahmen aus der Körperschaftsteuer zeige die gute Gewinnsituation der Unternehmen. Zudem habe sich die binnenwirtschaftliche Nachfrage in einem entsprechenden Wachstum der Steuern vom Umsatz niedergeschlagen, so der Vorsteher. »Der Kreis bleibt einer der wirtschaftsstärksten in NRW.« Im Regierungsbezirk (Gesamtaufkommen: 12,3 Milliarden Euro) wurden demnach 22 Prozent der Steuern im Kreis Gütersloh eingenommen.

Steuererklärungen online

Heidrun Banse berichtete, dass immer mehr Steuerpflichtige ihre Erklärungen online über das Portal Elster abgeben, was von den Finanzämtern ausdrücklich erwünscht sei. »Von dieser Möglichkeit machten 2018 schon 53 Prozent der Arbeitnehmer und 83 Prozent der Unternehmer Gebrauch«, so die stellvertretende Vorsteherin. Jedoch müssten immer noch etwa 40.000 Erklärungen in Papierform bearbeitet und in die EDV übertragen werden, so Banse. Die Bearbeitung der Einkommensteuer-Erklärungen dauere meistens zwischen zwei Wochen und vier Monaten.

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