35-jähriger Angeklagter aus Gütersloh soll eingewiesen werden
Fahrkartenkontrolleurin die Hand gebissen

Gütersloh (wow). Seit Freitag muss sich ein 35-jähriger Mann aus Gütersloh wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Die Staatsanwaltschaft verfolgt die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrisches Krankenhaus. Drei weitere Verhandlungstage sind angesetzt.

Sonntag, 03.03.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 06:00 Uhr
Symbolfoto

Die Anklage wirft ihm etliche Straftaten vor. So soll er am 10. Oktober 2016 bei einer Bank in Gütersloh die Auszahlung eines Geldbetrages unter Androhung von Schlägen mit einer Dachlatte vergeblich verlangt haben. Neun Tage später soll der 35-Jährige in Gütersloh Widerstand gegenüber Polizeibeamten geleistet haben, die einen Platzverweis vollstrecken wollten. Durch Schläge mit seinem Regenschirm soll er sich zur Wehr gesetzt haben. Ebenfalls im Oktober 2016 soll er zwei Dosen Bier aus einem Verbrauchermarkt entwendet haben. Dabei soll er versucht haben, Zeugen an seiner Verfolgung zu hindern. Er soll eine der Bierflaschen an einem Zaun zerschlagen und mit der Scherbe in der Hand auf die Verfolger zugegangen sein und sie damit bedroht haben.

Weitere Straftaten

Die Liste der Verfehlungen geht weiter: Am 20. Oktober 2016 soll der Angeklagte im Rahmen einer Verweisung aus einem Zug am Bahnhof in Beelen und der anschließenden Personalienfeststellung einen Polizeibeamten ins Gesicht gespuckt und Widerstand geleistet haben. Dann soll er im Bielefelder Bahnhof versucht haben, einen Lokführer mit einer Bierflasche zu schlagen. Am 28. Januar 2017 soll er einem Fahrkartenkontrolleur in die Hand gebissen haben. Danach soll der Mann gegenüber Polizeibeamten Widerstand geleistet haben und dabei unter anderen einen Polizisten mit der Faust an den Unterkiefer geschlagen in den Oberarm gebissen haben. Aus einem Kaufhaus in Gütersloh soll er Waren im Wert von 320 Euro gestohlen haben.

Am 27. Januar 2017 soll der Beschuldigte trotz eines ihm erteilten Hausverbots die Räumlichkeiten eines Gymnasiums im Münster betreten haben. Zuvor soll der Beschuldigte den jeweiligen Zug, zum einen auf der Fahrt von Münster nach Rheda Wiedenbrück und zum anderen auf der Fahrt von Warendorf nach Münster, trotz eines ihm erteilten Hausverbots ohne gültigen Fahrausweis benutzt haben. Am 10. Januar 2017 und an den drei darauf folgenden Tagen soll er sich trotz eines ihm erteilten Hausverbots in den Räumlichkeiten eines Gartencenters in Münster aufgehalten haben.

Psychose ein möglicher Grund

Der 35-jährige Gütersloher soll an einer paranoiden schizophrenen Psychose leiden, die nicht ausschließbar zur Aufhebung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit geführt haben sollen. Deshalb soll der Mann nach Willen der Staatsanwaltschaft in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen werden.

Kommentare

franz.B  wrote: 03.03.2019 12:29
Tja, so isses...
...solange in der Gesetzgebung das Individualrecht höher bewertet wird, als das Recht auf Unversehrtheit in der Allgemeinheit, werden wir solche Zeitgenossen erdulden und mit ihren Sachbeschädigungen und Körperverletzungen müssen.
Total 1 comments
Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6434392?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F
Hakenkreuz-Christbaumkugel in Chat-Gruppe der Polizei
Im Dritten Reich gab es Christbaumkugeln mit Hakenkreuz. Dieses Bild entstand in einer Ausstellung über historischen Weihnachtsschmuck. Das Gesetz erlaubt das Zeigen eines solchen Fotos in Berichten über zeitgeschichtliche Vorgänge. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker