Gütersloh: Lebensmittelmarkt an Rhedaer Straße soll ausgebaut werden
Schenke holt sich eine »Mall« ins Haus

Gütersloh (WB). Der Schenke-Lebensmittelmarkt an der Rhedaer Straße soll um 935 Quadratmeter in Richtung Getränkemarkt erweitert werden. Stimmt der Planungsausschuss diesem Vorhaben und einem neuen Bebauungsplan zu, würde der Lebensmittelmarkt dort auf eine Verkaufsfläche von 3415 Quadratmeter wachsen, inklusive der Erschließungsflächen.

Freitag, 01.03.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 11:20 Uhr
Der Lebensmittelmarkt an der Rhedaer Straße versorgt nicht nur das umliegende Quartier, sondern den gesamten Gütersloher Westen mit Lebensmitteln. Foto: Wolfgang Wotke

Mit der Erweiterung strebt Kaufmann Reiner Schenke vor allem eine Modernisierung und Fortentwicklung seines Marktes an. Die neue Fläche soll dazu dienen, Gastronomie, Dienst- und Handwerkerleistungen in Form einer »Mall«, einer integrierten Ladenstraße, anzubieten. Der Haupteingang soll großzügig und barrierefrei ausgebaut werden. Zum Getränkemarkt hin gibt es eine Baulücke entlang der Bahntrasse, deren Verdichtung von der Ersten Beigeordneten Christine Lang als städtebauliche Aufwertung des Quartiers gewertet wird. Nordwestlich des Erweiterungsbaus werde eine neue Ein- und Ausfahrt zur Rhedaer Straße hin geschaffen. Darüber hinaus werde Schenke die Zahl seiner Park- und Fahrradstellplätze anpassen.

Weitere Gutachten erforderlich

Gemessen am Einzelhandels- und Zentrenkonzept spricht Lang zufolge nichts gegen die Erweiterung. Aus einer Marktverträglichkeitsanalyse gehe hervor, dass der Schenke-Markt dort nicht nur das Quartier, sondern den gesamten Gütersloher Westen mit Lebensmitteln versorge. In einem Lärm- und einem Verkehrsgutachten sei noch zu prüfen, inwieweit sich die Erweiterung auf die Wohngebäude im Umfeld und auf die Belastung der Rhedaer- und benachbarter Straße auswirke.

Mit der Erweiterung durchbricht Schenke die baugesetzliche Schwelle zur Großflächigkeit. Darum sind sowohl der Regional-, der Flächennutzungs- als auch der Bebauungsplan in einem etwas aufwändigeren Verfahren zu ändern. Darin enthalten ist auch eine Bürger-Beteiligung.

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