56-Jährige Gütersloherin stellt Fall ganz anders dar
Autofahrerin gefunden

Gütersloh (WB). Im Fall des zwölfjährigen Radfahrers, der auf ein Auto aufgefahren war und angeblich von der Fahrerin verletzt zurückgelassen worden war, konnte die Polizei die Unfallbeteiligte ermitteln. Die Gütersloherin stellt den Fall ganz anders dar.

Donnerstag, 07.02.2019, 10:28 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 10:30 Uhr
Symbolbild. Foto: Hannemann

Der Junge hatte berichtet, dass ihn die Autofahrerin nach dem Zusammenstoß am Dienstag gegen 13.20 Uhr auf dem Saligmannsweg beschimpft und sich dann aus dem Staub gemacht hatte.

Die 57-Jährige gibt an, sofort angehalten und den Jungen angesprochen zu haben. Der wollte jedoch sofort seine Fahrt fortsetzen. Um das zu verhindern, lief sie hinter dem Jungen und seinen zwei Begleitern her und forderte sie laut und deutlich auf, zu bleiben und ihre Name zu nennen.

Als Zeugen die Situation bemerkten, fuhr der Junge mit seinen Freunden weiter; zuvor hatte er der Frau seinen Namen gegeben.

Später berichtete der Jungen seinen Eltern von dem Vorfall, die Anzeige bei der Polizei erstatteten.

Verhaltenstipps der Polizei

Die Polizei nimmt diesen Vorfall zum Anlass, um nochmals darauf hinzuweisen, dass bei Unfällen, an denen Kinder beteiligt sind, die Polizei hinzugezogenen werden sollte – auch wenn die Kinder beteuern, dass es ihnen gut geht und auf den ersten Blick kein Schaden entstanden ist.

Laut Polizei hielten die Autofahrer in der Regel an, kümmerten sich um das gestürzte Kind und fragten es, ob es verletzt sei. In vielen Fällen verneinen die Kinder dann aber diese Frage. Nach einem – wenn auch leichten – Verkehrsunfall sind die allermeisten Kinder überfordert, die Situation richtig einzuschätzen. Zudem seien Unter-14-Jährige keine Feststellungsberechtigten. In den meisten Fällen hätten die beteiligten Autofahrer gar nicht die Absicht, vom Unfallort zu flüchten – erfüllen durch ihr Verhalten aber den Tatbestand der Verkehrsunfallflucht.

Bei Unfällen mit Kindern immer die Polizei rufen!

Melden die Eltern der Kinder daraufhin im Nachhinein den Unfall bei der Polizei, könnte es für beteiligte Autofahrer problematisch werden: Für den Autofahrer bestehe der Verdacht des unerlaubten Entfernens vom Unfallort, und ein entsprechendes Strafverfahren werde eingeleitet.

Deshalb rät die Polizei: Rufen Sie bei Unfällen mit Kindern immer die Polizei über den Polizeiruf 110 - zu Ihrer eigenen Sicherheit!

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