Jahresgespräch zwischen Unternehmerverband und Gütersloher Stadtverwaltung
Von Glasfaser bis Flächenbedarf

Gütersloh (WB). Beim jährlichen Gespräch des Unternehmerverbands für den Kreis Gütersloh mit dem Bürgermeister und dem Verwaltungsvorstand war der »Digitale Aufbruch«, zu dem Henning Schulz im November aufgerufen hatte, ein Themenschwerpunkt – aber auch die Standortanliegen der heimischen Wirtschaft.

Sonntag, 03.02.2019, 08:12 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 08:40 Uhr
Information und Meinungsaustausch stehen im Mittelpunkt des Jahresgesprächs zwischen Bürgermeister, Verwaltungsvorstand und Unternehmerverband (von links): Joachim Martensmeier, Carsten Schlepphorst, Christine Lang (alle Stadt Gütersloh), Dr.-Ing. Ernst Wolf (Unternehmerverband), Dr. Christoph von der Heiden (IHK), Henning Schulz, Dr. Markus Miele, Fritz Husemann (Unternehmerverband), Andreas Kimpel, Nina Herrling (beide Stadt Gütersloh), Burkhard Marcinkowski (Unternehmerverband). Foto: Stadt Gütersloh

Nicht nur der digitale Wandel in den Gütersloher Industrieunternehmen, sondern auch die Möglichkeiten gerade der produzierenden Betriebe, in der Stadt zu wachsen, haben konkreten Einfluss auf die zukünftige Wirtschaftsstruktur Güterslohs.

So stieß der Bürgermeister auch beim Unternehmerverbandsvorstand um Dr. Markus Miele auf offene Ohren mit seiner Aufforderung »Werden Sie Teil des Digitalen Aufbruchs«. Bei dem in Gütersloh geplanten Beteiligungsprozess ist auch das Knowhow aus der Wirtschaft gefragt.

Ebenfalls Gegenstand des Jahresgesprächs waren die praktischen Anliegen der Unternehmen im Kontakt mit der Stadtverwaltung wie ein digitales, einfaches und sicheres Dokumenten-Postfach zum Austausch mit der Verwaltung und auch zwischen den Unternehmen, die unmittelbare Erreichbarkeit »24/7« und das schnelle flächendeckende Glasfasernetz: Auch darin definiert sich für die häufig international agierenden Unternehmen ein Stück »digitaler Aufbruch«, während bei kleineren Unternehmen der Handlungsbedarf im Hinblick auf eine digitale Weiterentwicklung von beiden Seiten höher eingeschätzt wird.

Sinken die Gewerbesteuereinnahmen?

Zur Digitalisierung gehöre auch ein Überdenken der Geschäftsmodelle, so die Erfahrung von Henning Schulz. Im Bildungsbereich wird dies gezielt mit dem Projekt »IT an Schulen« gefördert. Denn nicht nur die technische Ausstattung, »für die wir«, so Schulz, »als Kommune viel Geld in die Hand nehmen in einer Zeit, in der das Thema gerade bundesweit in den Vermittlungsausschuss geht«, sei entscheidend für den Erfolg. Es seien auch die pädagogischen Konzepte, die den souveränen wie kritischen Umgang mit digitalen Angeboten lehren.

Auch andere Themen wurden besprochen. Die Stadt muss möglicherweise mit sinkenden Gewerbesteuereinnahmen rechnen – nach einer lang andauernden Hochphase. Gerade deshalb, so die Gütersloher Unternehmer, sei es wichtig, ausreichende geeignete Gewerbeflächen für Betriebserweiterungen oder Neuansiedlungen anzubieten und auch künftige Gewerbegebiete am Flugplatz an die Autobahn anzubinden.

Die Werbung von Fachkräften definieren Stadt und Unternehmerverband als gemeinsame Aufgabe. Von der positiven Entwicklung der FH erhofft man sich den Effekt, dass Studenten in der Region bleiben.

 

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