Gütersloh: Krankenkassen wollen nur fünf von sechs beantragten Stellen zahlen
Leitstelle möchte aufstocken

Gütersloh (WB). Mit sechs zusätzlichen Stellen für die Kreisleitstelle der Feuerwehr dürfte die Stadt keine Probleme haben. Sie kosten zwar 433.000 Euro im Jahr, doch bekommt die Stadt das Geld vom Kreis ersetzt – so sieht es eine seit 1994 funktionierende Zusammenarbeit vor.

Freitag, 01.02.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 11:20 Uhr
In der Kreisleitstelle werden je nach Einsatzzeit zwischen zwei und vier Disponenten benötigt. Foto: Wolfgang Wotke

Schwieriger wird es allerdings für den Kreis, sich diese Kosten von den Krankenkassen erstatten zu lassen. Die haben sich im Januar über den Personalbedarf der Gütersloher Kreisleitstelle informieren lassen, der gewünschten Aufstockung aber noch lange nicht zugestimmt. In einer ersten Stellungnahme teilten sie mit, höchstens fünf neue Stellen bezahlen zu wollen.

Reanimation am Telefon

Dabei erkennen die Krankenkassen-Vertreter die Berechnungsmethode an, die in einem vom Kreis beauftragten Gutachten auf sechs neue Stellen kommt. Die Orgakom Analyse und Beratung GmbH glich die zwischen dem 1. April und 30. Juni 2018 geführten 51.609 Gespräche mit Vorjahresstatistiken ab. Die dafür notwendigen Arbeitszeiten hingen von der Art der Gespräche ab: Handelte es sich um strukturierte Notrufabfragen, die seit dem vergangenen Jahr in der Leitstelle praktiziert werden? Um eine simple Presseauskunft? Oder um die telefonische Anleitung zur Reanimation eines Menschen? Aus 33.977 Anrufen resultierten 17.102 Rettungsdienst- und Feuerwehreinsätze. Die Auswertung ergab, dass der bisher zu 22.781 Stunden besetzte Notruftisch künftig zu 26.469 Stunden besetzt sein muss, um mit allen Anforderungen innerhalb gesetzlicher Arbeits- und Bereitschaftszeiten fertig zu werden.

Die Krankenkassen möchten den im Gutachten erläuterten Fortbildungs- und Qualifizierungsansatz näher untersuchen, bevor sie endgültig zur Stellenaufstockung Stellung nehmen.

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