Dezernent Joachim Martensmeier verabschiedet sich vor 150 Gästen in den Ruhestand
Der Mann mit den 20.000 Kindern

Gütersloh (WB). »Alles richtig gemacht«: Mit diesem Fazit hat sich Dezernent Joachim Martensmeier am Donnerstag vor etwa 150 Gästen in der Skylobby des Theaters in den Ruhestand verabschiedet. Ursprünglich hatte er kalkuliert, drei Jahre in Gütersloh zu arbeiten. Jetzt waren es fast 40 Jahre.

Freitag, 01.02.2019, 03:30 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 04:00 Uhr
Sein feines Schmunzeln ist sein Markenzeichen, doch am Donnerstag hat Joachim Martensmeier (64, Mitte) sogar gelacht. Grund dafür ist das Überraschungsprogramm mit vielen bewegenden Worten und guter Musik vor 150 Gästen in der Theater-Skylobby. Foto: Carsten Borgmeier

»Ich war jederzeit stolz darauf, Mitglied der Gütersloher Stadtverwaltung zu sein«, sagte der gebürtige Essener sichtlich gerührt ob des Überraschungsprogramms, das ihm zu Ehren am Donnerstagvormittag im lichtdurchfluteten Theater-Obergeschoss organisiert worden war.

Güterslohs Dezernent Joachim Martensmeier in Ruhestand verabschiedet

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Foto: Carsten Borgmeier
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Nicht nur langjährige Weggefährten Martensmeiers aus dem Gütersloher Politikbetrieb – wie Ex-Bürgermeisterin Maria Unger (66), Ex-Stadtbaurat Josef E. Löhr (70) oder BfGT-Urgestein Tassilo Hardung (84) – fanden sich im Publikum. Auch den musikalischen Teil gestalteten Personen mit, die der Theaterwissenschaftler noch aus seinen ersten Jahren in der hiesigen Kulturarbeit her kannte und schätzte: So traten Michael Corßen (Cello) als früherer Leiter der Gütersloher Musikschule, dessen Ehefrau Beate (Violine) und Gregor van den Boom als Ensemble »La Rejouissance« zwischen den Redebeiträgen auf.

Von der Kultur ins Soziale

Bei Martensmeier, dessen Markenzeichen sein feines Schmunzeln ist, brach sogar ein freudiges Lachen durch, als der Kinderchor »Cantara« einige fremdsprachige Lieder anstimmte. Dabei handelt es sich um ein Projekt, in dem viele Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund singen und so integriert werden. »Das sind so Momente, in denen ich schlucken muss«, meinte Martensmeier bewegt.

Dieser Beitrag war für den 64-Jährigen umso passender, da er als Sozial-Dezernent während des großen Flüchtlingsstroms 2015 sein verwaltungstechnisches »Meisterstück« abgeliefert hatte: So organisierte er damals im Nullkommanichts mit Beschäftigten seiner Fachbereiche städtische Sporthallen als Unterkünfte für die in großer Zahl von heute auf morgen in Gütersloh eintreffenden Menschen.

Verwaltungstechnisches Meisterwerk

Nicht nur für dieses »kleine Wunder von Gütersloh« lobte Bürgermeister Henning Schulz (46) Martensmeiers »ausgezeichnete Sachkenntnis, Fingerspitzengefühl und kommunikative Kompetenz auf höchstem Niveau«. Schulz würdigte ferner Martensmeiers Wirken, die Gütersloher Schul- und Kita-Landschaft weitsichtig zu entwickeln.

Nach 23 Jahren im Kulturamt und sechs Jahren als Büroleiter der Bürgermeisterin war er 2007 Dezernent für Jugend, Familie, Bildung und Soziales geworden. »Jetzt habe ich 20.000 Kinder«, sagte er damals scherzhaft zu seiner Frau Gabriele und wies damit auf seine Zuständigkeit für Güterslohs Schul- und Kindergartenkinder hin.

Kommentare

Mathias Anderer  wrote: 01.02.2019 06:20
Verwaltungstechnisches Meisterwerk?
Verwaltungstechnisches Meisterwerk? Für wen? Geht es vielleicht auch eine Nummer kleiner? Drei Jahre wären auch genug gewesen, ich habe Herrn Mertensmeier eigentlich nur als Querulanten kennengelernt, der seine Abneigung gegen andersdenkende sehr geschickt verpackt und in seine "Verwaltungsaufgaben" mit aufgenommen hat. Die Folgen sind ein desolates Bildungswesen. Wer Kinder im Grundschul- oder Kindergartenalter hat, weiß gut, wovon ich rede. Ist meine Meinung und Sichtweise auf die Dinge, damit müssen Sie leben.
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