Digitalgeschäft gut, Druckgeschäft belastet Bertelsmann: mehr Umsatz, weniger Gewinn

Gütersloh (WB). Bertelsmann hat seinen Umsatz in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018 gesteigert. Beim Gewinn musste der Gütersloher Medienkonzern allerdings einen leichten Rückgang hinnehmen. Begründet wird dies mit ungünstigen Währungseffekten.

Von Bernhard Hertlein
Die Verwaltungsgebäude von Bertelsmann.
Die Verwaltungsgebäude von Bertelsmann. Foto: dpa

Ende September lag der Konzernumsatz mit 12,4 Milliarden Euro um 2,4 Prozent über Vorjahr. Nach Angaben von Konzernchef Thomas Rabe war dies der höchste Wert seit 2007. Besonders positiv entwickelten sich demnach die Digitalgeschäfte der RTL Group und von Gruner + Jahr, Fremantle, der Musikverlag BMG, die Arvato-Logistik- und Finanzdienstleistungsaktivitäten sowie die Bertelsmann Education Group. Belastet wird die Bilanz nach neun Monaten durch das Ergebnis im Druckgeschäft.

Steigende Papierpreise

Die Bertelsmann Printing Group sei in einem schwierigen Marktumfeld tätig. Insbesondere das deutsche Tiefdruckgeschäft habe unter weiter sinkenden Volumen sowie steigenden Papierpreisen gelitten. Dagegen verzeichnete Europas führende Offsetdruckerei Mohn Media in Gütersloh eine den Angaben zufolge eine gute Entwicklung.

Das Betriebsergebnis (Ebitda) lag mit 1,62 Milliarden Euro leicht unter dem hohem Niveau von 1,64 Milliarden des Vorjahres. Ohne die negativen Wechselkurseffekte liege es sogar ein Prozent über Vorjahr. Das Konzernergebnis rutschte von 694 auf 671 Millionen Euro.

Bernd Hirsch, Finanzvorstand von Bertelsmann, erwartet für das Gesamtjahr unverändert einen höheren Umsatz, hohe operative Profitabilität sowie ein Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro.

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