Start am 1. September – Kasernen-Areal bleibt eine Option FH zieht auf »Gleis 13«-Gelände

Gütersloh (WB). Jede Woche ein neuer Mieter. Für die Firma Hagedorn und die Bielefelder Borchard Group entwickelt sich das »Gleis 13«-Quartier zu einem Erfolgsprojekt. Gestern wurde der nächste Neuzugang vorgestellt.

Von Michael Delker
Freuen sich über den neuen FH-Standort (von links): Bürgermeister Henning Schulz, FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Unternehmer Thomas Hagedorn, Dekan Prof. Dr. Lothar Budde und Bildungsdezernent Joachim Martensmeier.
Freuen sich über den neuen FH-Standort (von links): Bürgermeister Henning Schulz, FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Unternehmer Thomas Hagedorn, Dekan Prof. Dr. Lothar Budde und Bildungsdezernent Joachim Martensmeier. Foto: Michael Delker

Nachdem vor einer Woche die Arbeitsagentur ihren Betrieb auf dem ehemaligen Güterbahnhofsareal aufnahm , unterzeichnete jetzt die Fachhochschule (FH) Bielefeld einen langfristigen Mietvertrag. Nach Angaben von FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk und Dekan Prof. Dr. Lothar Budde wird der Studienort Gütersloh ab 1. September 2000 Quadratmeter auf dem »Gleis 13«-Gelände nutzen, passend zum Start des Wintersemesters. Im Haus III, dort läuft derzeit der Innenausbau, werden auf vier Etagen Seminarräume, Hörsäle, Labore, Büros und Freiflächen für die Studierenden eingerichtet. Auf die von der FH angemieteten Flächen im Flöttmann-Gebäude (1000 Quadratmeter) hat der Zweitstandort keine Auswirkungen. Der von der FH betriebene Ausbau des Studienortes hat vielmehr dazu geführt, dass im Flöttmann-Gebäude die Kapazitätsgrenzen erreicht sind. »Wir mussten jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die FH räumlich wachsen kann«, sagte Bürgermeister Henning Schulz.

Sowohl die FH als auch die Stadt müssen mehrgleisig planen. Das erarbeitete Gesamtkonzept sieht auch englischsprachige praxisintegrierte Studiengänge vor. »Damit wollen wir die besten Köpfe aus aller Welt nach Gütersloh locken«, sagt Schramm-Wölk. Die Entscheidung liegt beim Land. Sollte es dazu kommen, dass auch diese Studiengänge hier vor Ort angeboten werden, könnte die Idee eines Bildungscampus Wirklichkeit werden. Als Standort hat Henning Schulz die Mansergh Barracks an der Verler Straße im Hinterkopf. Die Studieneinrichtungen könnten dort angesiedelt werden, und auch Wohnraum für die Studierenden würde dort zur Verfügung stehen. »Und den werden wir bei einem weiteren Ausbau des Standortes benötigen«, so die FH-Präsidentin. Die Stadt könnte sich auch vorstellen, dass Weiterbildungseinrichtungen von Unternehmen auf dem Kasernengelände angesiedelt werden.

Die Beteiligten werden einen langen Atem beweisen müssen, bis diese Vision verwirklicht ist. Bürgermeister Henning Schulz spricht vorsichtig von »2022 oder 2023«. Noch sind die Briten in den Mansergh Barracks beheimatet, und dann muss geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen das Gelände vom Bund übernommen werden kann.

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