Kommentar zum Umbau des Gütersloher Rathausplatzes Schluss mit der ewigen Nörgelei

Gütersloh (WB). Am Rathausplatz hat noch niemand eine Schaufel in die Hand genommen, da ist schon wieder alles Mist. Teilweise haben sich die Befürworter des Umbaus mit ihrem Gerede vom »Klimaschutz« und der Verringerung des CO2-Ausstoßes in der Innenstadt die jüngsten Kommentare selbst eingeschenkt. Doch kurz vor dem Start der Bauarbeiten ist die in sozialen Medien geäußerte Kritik nichts weiter als gedankenlose Nörgelei.

Von Stephan Rechlin

Der Konrad-Adenauer-Platz ist eine der wertvollsten Flächen in unserer Stadt. Die Bodenrichtwertkarte NRW weist für dieses Areal einen Wert von 800 Euro je Quadratmeter aus. Die 4250 Quadratmeter vor dem Rathaus werden also seit Jahrzehnten als 3,4 Millionen Euro wertvoller Blechabstellplatz genutzt. Kein einziger Umbaukritiker würde seinen eigenen Vorgarten dermaßen herunterkommen lassen, vor allem, wenn er hinterm Haus und entlang seiner Straße noch ausreichend Parkfläche hätte.

Der Vorwurf, Bürgermeister Henning Schulz würde sich mit der Umgestaltung ein Denkmal setzen, ist armselig. Vielmehr setzt er mit Hilfe von Zuschüssen und pfiffigen Ideen wie dem Baustellenticket eine für die Stadt kostengünstige Realisierung des Bauprojektes durch, die seit 2007 immer wieder vergeblich versucht worden war.

Wenn jemand so ein Denkmal verdient hätte, dann der Gütersloher Unternehmer Werner Gehring, der mit seiner 300.000 Euro hohen Spende den Impuls gegeben hat, es dort überhaupt noch einmal zu versuchen. Doch das würde er ebenso ablehnen wie jedwede Einflussnahme auf die Gestaltungspläne.

Über die konkrete Umsetzung der Pläne kann von Dezember an gerne wieder ordentlich gestritten werden. Bis dahin sollten wir der Stadt und den Firmen die Möglichkeit geben, in Ruhe am neuen Platz zu arbeiten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.