Nordbad öffnet am 1. Mai: 2,1 Millionen Liter Wasser warten auf die ersten Badegäste Letzte Arbeiten vor dem Start

Gütersloh (WB). Die Becken sind sauber, das Wasser ist eingelassen und das Wetter spielt auch schon mit. Es ist soweit: Am Dienstag, 1. Mai, öffnet das Nordbad. Damit sich die Besucher im Freibad auch wohl fühlen, laufen die Vorbereitungen derzeit auf Hochtouren.

Von Wolfgang Wotke
Die Qualität des Wassers im großen Schwimmbecken des Nordbades prüft mehrmals täglich Marvin Oliwa. Der 23-jährige Fachangestellte für Bäderbetriebe hat noch eine Menge Arbeit, bevor das Nordbad am Dienstag, 1. Mai, wieder öffnet.
Die Qualität des Wassers im großen Schwimmbecken des Nordbades prüft mehrmals täglich Marvin Oliwa. Der 23-jährige Fachangestellte für Bäderbetriebe hat noch eine Menge Arbeit, bevor das Nordbad am Dienstag, 1. Mai, wieder öffnet. Foto: Wolfgang Wotke

Bevor der Schwimmbetrieb beginnen kann, waren zuvor noch einige Arbeiten zu erledigen. Dazu gehörte das Abpumpen des Schwimmbeckenwassers. Außerdem mussten Überlaufrinnen, Abdeckroste, Einströmkanäle, Handläufe und der Sprungturm gereinigt werden. »Mindestens 20 Quadratmeter an Bodenfließen haben wir aufgrund der Frostschäden erneuern müssen«, berichtet Marco Höckelmann, Meister für Bäderbetriebe und verantwortlich für das Nordbad. Die Volleyballfelder richten die Mitarbeiter her, Liegen und Mülltonnen müssen aufgestellt und modifiziert, die Rasenflächen gemäht werden. »Bevor der erste Besucher in das kühle Nass springt, gibt es für uns noch viel zu tun.«

Wassertemperatur soll 24 Grad betragen

Seit Anfang März sind die Schwimmmeister damit beschäftigt, das Freibad aus dem Winterschlaf zu holen. Fliesen und Fugen wurden gereinigt und geprüft, die technischen Einrichtungen wie Filter, Chlorgasanlage und Pumpen auf Vordermann gebracht. Sechs Tage lang dauere es, bis das 1050 Quadratmeter große Schwimmbecken abgepumpt (»Im Winter bleibt das Wasser drin«) und neu befüllt werden kann. Immerhin passen dort 2.100.000 Liter hinein.

Höckelmann scherzt: »Wir könnten das Becken auch innerhalb weniger Stunden volllaufen lassen. Doch dann würde die gesamte nahegelegene Kahlert­straße kein Wasser mehr haben. Das geht natürlich nicht.« Im Moment heize man das Wasser auf, erläutert Marvin Oliwa – von zehn Grad auf aktuell 14,5 Grad Celsius. »Bis Dienstag werden es 24 Grad sein«, verspricht der 23-jährige Fachangestellte für Bäderbetriebe. Ständig sei er dabei, die Qualität des Wassers zu überprüfen. »Das geschieht mehrmals am Tag.«

Start ist um 8 Uhr morgens

Viel Neues gebe es in diesem Jahr im Nordbad nicht. »Wir haben aufgrund von Arbeitsschutzbestimmungen mehrere Sonnenschirme für unsere Mitarbeiter anschaffen müssen, damit sie vor den UV-Strahlen im Sommer geschützt sind«, sagt Höckelmann. Ansonsten funktioniere alles.

Einige Sitzbänke sind noch zu streichen, ein bisschen Totholz müsse aus den angrenzenden Büschen entfernt werden – doch dann kann die Saison am Dienstag um 8 Uhr starten. Das Wasser werde dann zwar immer noch wärmer sein als die Luft, aber Marco Höckelmann ist mit Blick auf sein Handy ganz optimistisch: 14 Grad und kaum Regen – »es wird doch einigermaßen gut.«

Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: montags ist das Freibad von 6 bis 19 Uhr geöffnet, dienstags bis samstags von 6 bis 20 Uhr und sonntags und an Feiertagen von 8 bis 19 Uhr. Die Eintrittspreis: Erwachsene müssen für die Tageskarte vier Euro zahlen, das Familienticket gibt es für acht Euro. Kinder bis drei Jahre haben freien Eintritt. Die Saisonkarte für Erwachsene kostet wie im Vorjahr 80 Euro, für Familien 160 Euro, eine Dauerkarte für alle Bäder 210 Euro.

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