Franz-Josef Füchtenschnieder startet in vierte Parkbad-Saison – Wochenende geöffnet Mit der Sonne kommen die Gäste

Gütersloh (WB). Seine größte Sorge gilt dem Wetter: Wenn Parkbad-Pächter Franz-Josef Füchtenschnieder (58) an diesem Wochenende, 7./8. April, um 13 Uhr in seine vierte Saison startet, dann hofft er auf reichlich Sonne und viel Publikum. Nach zwei schlechten Sommern will er endlich in der Gewinnzone ankommen.

Von Carsten Borgmeier
Franz-Josef Füchtenschnieder ist seit 2015 Pächter des denkmalgeschützten, 1928 eröffneten Parkbades.
Franz-Josef Füchtenschnieder ist seit 2015 Pächter des denkmalgeschützten, 1928 eröffneten Parkbades. Foto: Carsten Borgmeier

Doch vorher muss der Gastronom aus Münster noch den Winter aus der denkmalgeschützten Anlage vertreiben, die im Juni vor 90 Jahren erstmals eröffnet worden war. Seit etwa zwei Wochen krempelt Füchtenschnieder mit Freunden und Bekannten tagtäglich die Ärmel auf, um das frühere Freibad in Güterslohs alter Bauerschaft Sundern frühlingsfit zu machen.

Und das ist ein ordentlicher Stiefel Arbeit: Nach Angaben des 58-Jährigen fallen auf dem mehr als 18.500 Quadratmeter großen Areal am Stadtpark jedes Jahr schätzungsweise 17 Tonnen Laub an. Zu Beginn seiner Zeit als Parkbad-Geschäftsführer habe er jenen Abfall noch brav ins Kompostwerk gefahren und pro Tonne fast 50 Euro bezahlt. Jetzt wolle ihm die Stadtverwaltung entgegenkommen und das Laub auf eigene Kosten abholen, berichtet Füchtenschnieder.

Auch die riesigen Rasenflächen der Liegewiesen rund um das frühere Freibad-Becken wollen gepflegt sein, wenn die ersten Gäste eintreffen. »Dafür will mir die Stadt einen gebrauchten Aufsitz-Rasenmäher bereitstellen«, berichtet der Gastronom. Vor rund einem Jahr hatte er bereits Pflaster im Eingangsbereich neu verlegt, eine Außentheke sowie einen Pizza- und Würstchenstand aufgebaut. »Seit meinem Einstieg hier 2015 habe ich gut und gerne 200.000 Euro in die Anlage an Gerätschaften, Bestuhlung und Arbeitszeit investiert«, berichtet Füchtenschnieder.

Am kommenden Wochenende will er zunächst mit »kleinem Programm« öffnen. »Es gibt Kaffee und Kuchen, frische Waffeln und auch Currywurst. Alle werden satt«, sagt er. Der große Saisonstart aber sei traditionell der 1. Mai. »Da gibt es dann alles, sogar die Dizzy Dudes treten auf«, berichtet der Pächter, der eigenen Angaben nach stark unter den restriktiven Zapfenstreich-Vorgaben der Stadt leidet. Denn sogar im Sommer, in der Hauptsaison also, dürfe er nur bis 22 Uhr öffnen. Im Winter lohne sich ein wirtschaftlicher Betrieb des Parkbades auch allein wegen hoher Energiekosten in dem schlecht gedämmten Gebäude nicht. »Es ist und bleibt ein schweres Ding«, meint Füchtenschnieder zu dem fünfjährigen Pachtvertrag.

Größere Veranstaltungen könnten gut im Saal stattfinden, doch: »Wer kommt abends zu uns, wenn schon so früh Schluss sein soll?«, klagt Füchtenschnieder im Hinblick auf die offenbar unverrückbaren Vorgaben wegen des Lärmschutzes in dem Wohngebiet. So bleibt ihm nur die Hoffnung auf gutes Wetter: »Dieser Gedanke treibt mich um und lässt mich so manche Nacht nicht schlafen.«

www.parkbad-gt.de

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